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Stadtklasse-Schiedsrichter für Einführung der Tor-Technik

Stadtklasse-Schiedsrichter für Einführung der Tor-Technik

Heiko Greunke: In der Form nicht, sondern eher umgekehrt. Es kommt schon mal vor, dass der Ball am Boden unter dem Netz hindurchrutscht, weil ein Haken nicht richtig verankert ist.

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Heiko Greunke

Quelle: Wolfgang Zeyen

eher umgekehrt. Es kommt schon mal vor, dass der Ball am Boden unter dem Netz hindurchrutscht, weil ein Haken nicht richtig verankert ist.

Wie entscheiden Sie dann?

Ich entscheide, was ich gesehen habe. Der Ball war vorher drin, also Tor.

In Hoffenheim war er vorher draußen. Was hat Felix Brych falsch gemacht?

Vielleicht hat er nicht ganz optimal gestanden. Ein oder zwei Spieler standen dazwischen. Aber fragen muss sich vor allem sein Assistent, der vor Beginn jeder Halbzeit die Netze kontrolliert, ob er das Loch nicht hätte sehen müssen. Ich vermute, dass dabei in erster Linie nach unten zu den Haken geschaut wird, weil an diesen Stellen in der Praxis viel öfter Bälle durchrutschen. An einen Fall, dass es in etwa einem Meter Höhe passiert ist, kann ich mich nicht erinnern. Und in der Haut des Hoffenheimer Platzwartes möchte ich jetzt auch nicht stecken. Der ist schließlich für die Netze zuständig.

Brych hätte doch aber seinen Assistenten befragen können, ob der Ball hinter der Linie war.

Er hätte bestimmt nicht viel helfen können, weil er von seiner Seite aus zwangsläufig noch schlechtere Sicht hatte.

Und hätte eine Frage an die Spieler nicht Klarheit gebracht?

Da bin ich nicht sicher. Fragst du in einer kniffligen Situation die Spieler, erhältst du oft elf solche und elf solche Meinungen, also entgegengesetzte. Und dann weißt du auch nicht, ob sie es richtig gesehen haben. Es bleibt dabei: Der Schiedsrichter entscheidet.

Also zählt die Tatsachenentscheidung und eine Wiederholung des Spiels gibt es nicht?

Ich glaube nicht, dass es darauf hinausläuft. Das werden viele Fans natürlich nicht verstehen, sehr emotional diskutieren und bestimmt auch auf Brych schimpfen.

Hatte er in dieser Situation keine Hilfe?

Ich habe leicht reden. Aber vielleicht hätte er kurz bei den Kameras von Sky vorbeigehen und sich die Bilder anschauen sollen.

Der DFB wäre nicht begeistert gewesen.

Wohl nicht. Doch in einer solchen Situation hätte es möglicherweise eine Ausnahme geben können. Man hat gesehen, wie kompliziert es für einen Schiedsrichter werden kann. Und Felix Brych ist ganz bestimmt einer unserer Besten.

Sollte es also eine Tor-Technik geben, die dem Schiedsrichter klar zu erkennen gibt, ob der Ball im Tor war oder nicht?

Dafür bin ich, weil ich keinen anderen Ausweg sehe, als sich der Technik zu bedienen. In den drei höchsten Ligen sollte sie eingeführt werden, weiter unten ist es bestimmt nicht zu leisten.

Leidet darunter nicht die Einheitlichkeit des Fußballs?

Tennis wird doch auch dort gespielt und gut gespielt, wo kein Hawk-Eye kontrolliert, ob der Ball auf oder neben der Linie war. Und im Eishockey gibt es solche Technik auch. Ich sehe da kein Problem für den Fußball in den untersten Ligen.

Darf auch ohne Netze ein Spiel angepfiffen werden?

Na klar. Das kommt vor, wenn einem Verein über Nacht die Netze geklaut wurden. Dann gibt es danach einen Bericht, aber gespielt wird. Dass so etwas in der Bundesliga passiert, kann ich mir freilich nicht vorstellen. Doch da gibt's auch Sachen wie das Kießling-Tor, die man sich nicht vorstellen kann.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.10.2013
Winfried Wächter

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