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Standhaft an den Stangen - Leipziger starten Dauerrekord-Versuch im Kickern

Standhaft an den Stangen - Leipziger starten Dauerrekord-Versuch im Kickern

"Es ist Samstag, der 7. Juni 2014. Wir sind im 'Jet' in Leipzig. Drei, zwei, eins, holt euch den Rekord!" Mit diesen Worten startet Rolf Allerdissen den Weltrekordversuch im Dauerkickern, die letzten Worte schreit er fast und bläst energisch in seine Trillerpfeife, wie um ihnen Nachdruck zu verleihen.

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Weltrekordversuch gelungen: Frederik Rauter (21; links) und David Wagner (25) drehen was das Zeug hält und gehören zu jenem Team, das eine neue Bestmarke im Dauerkickern aufstellt.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Sofort klickern die Bälle an den fünf Tischen, die im hinteren Teil der Tischfußball-Kneipe Jet in der Arthur-Hoffmann-Straße aufgestellt sind. An jedem stehen zwei Leute, acht Jungen und zwei Mädchen, keiner älter als 25. Noch ist ihre Haltung entspannt. 1499 Minuten Kickern haben sie ab sofort vor der Brust. Sind diese 25 Stunden vollendet - genau genommen reichten auch 24 Stunden und zwei Minuten -, kommt der neue Weltrekord im Dauerkickern aus Leipzig, dann haben sie den Rekord um 59 Minuten verbessert.

Vor zwei Jahren hatte Allerdissen, der Rekordversuche für das Guinnessbuch veranstaltet, den Kicker-Rekord nach Hamburg geholt, nun sollte es Leipzig sein. Bei Micha Danielzik, Gründer des 1. Leipziger Tischfußballvereins und Inhaber des "Jet", rannte er mit dieser Idee offene Türen ein. "Kickern ist eine ziemlich große Sucht", sagt der 29-Jährige, der wegen seiner hochschwangeren Freundin diesmal nicht selber an den Stangen steht. Neben den Tischen stehen koffeinhaltige Getränke, Obst und Kekse zur Stärkung. Im Hintergrund leuchten große rote Ziffern, die die gespielte Zeit anzeigen. Es wird gefilmt, zwei Zeugen kontrollieren die Pausen - fünf Minuten haben die Spieler pro gespielter Stunde.

"Als ich in der 23. Stunde mit den Spielern geredet habe, haben sie mich verwünscht", erzählt Danielzik später, "aber als sie den Rekord dann geknackt hatten, waren sie wieder versöhnt." Am schlimmsten seien die Füße gewesen, berichten die Weltrekordler. An den Daumenansätzen, über die abgerollt werde, habe es zudem einige blaue Flecken gegeben. Die Gefahr einer Sehnenscheidenentzündung besteht bei Profis nicht, weil bei ihrer Technik das Handgelenk nicht so gedreht wird.

Der Erlös der Veranstaltung, die von der Sternburg-Brauerei unterstützt wurde, sowie eines weiteren Benefizevents im "Jet" geht an ein Feriencamp in Rochlitz. Beim Hochwasser im Vorjahr war dort der Kicker kaputt gegangen. Von dem Geld soll ein neuer gekauft werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.06.2014

Ariane Dreisbach

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