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Staubiges, aber gutes Galopp-Finale vor 4500 Besuchern

Staubiges, aber gutes Galopp-Finale vor 4500 Besuchern

Bleiben wir zunächst beim Galopp an sich. Da gab es das Erich-Siegel-Gedächtnisrennen. Der Preis ging nach München an die Trainerin Jutta Mayer; ihre vierjährige Stute Del Robre kam mit Daniele Porcu zum Sieg.

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Am letzten Renntag 2013 wird im Leipziger Scheibenholz jede Menge Staub aufgewirbelt.

Quelle: Alexander Bley

. Siegel, dieser 2009 gestorbene Mr. Allwissend des Turfs, hätte sich besonders gefreut über den Ausgang im Agra-Preis. Der Sieger hieß Komeos und wird von Angelika Glodde in Halle trainiert. Trotz Flut-Schäden liefert sie ein tolle Saison ab, kam im Scheibenholz schon zum zwölften Jahreserfolg. Im Sattel saß mit Vinzenz Schiergen (15) das wohl größte Talent des deutschen Turfs. Der junge Mann ließ Komeos wie gewohnt an der Spitze los, bewahrte ihm aber noch so viele Reserven, um auch im Endkampf erfolgreich sein zu können. Es war der 16. Jahressieg des Sohnes von Peter Schiergen. Und auch dessen Sohn Dennis mischt schon seit Längerem die Szene der Rennreiter ganz schön auf.

Der Höhepunkt des Tages war ein Rennen über 3050 Meter. Dem Ausgleich IV gab der einstige große Steher Lampos den Namen. Auf so ein Rennen hatte Trainer Lutz Pyritz aus Dresden für seinen fünf Jahre alten Cosinus gewartet, er setzte Routinier Alexander Pietsch in den Sattel und war eigentlich schon der Sieger, als ihm auf der Ziellinie Silenzio Mo mit Jockey Porcu den Braten nur um ein Schnurbarthaar wegschnappte. Pyritz war aufgebracht, in der Tat wies das Zielfoto kaum einen Vorsprung aus. Siegel, so wäre zu ergänzen, hätte wohl mit seinen Rennaugen für den Richterspruch "totes Rennen" plädiert.

Zu den Geschlagenen in jenem Rennen gehörte das Team von Swinging Lonely, das den weiten Weg aus Gütersloh im Westen der Republik nicht scheute, um in einem der wenigen Steherrennen, die es für den Basissport gibt, dabei zu sein. Das Pferd von Ex-Bundesligaprofi Markus Münch (heute Trainer und Besitzer) fand am festen Boden in Leipzig kein Gefallen, und sein Trainer auch nicht: "Eine Zumutung, dieses Piste, zum Glück blieb das Pferd gesund." Münch wird wohl kaum wieder im Scheibenholz zu sehen sein.

Ja, es staubte ganz schön. Der Regen fehlte, die Bewässerungsanlage war defekt. Auch sonst bleiben für die neue Saison Fragen. Sponsoren für die Rennen sind Mangelware, diesmal stiftet nur die Agra-Veranstaltungs-GmbH Geld. Der Rest kam wieder mal vom Retter der Rennbahn selbst, vom Wettunternehmer Alexander Leip. Weitere Probleme sind nicht gelöst: Die schmucke Tribüne wird vom Rennsportpublikum kaum besetzt. Der Preis für eine Karte ist zu hoch. Die Gaststätte ist noch nicht offen, es soll, so heißt es, Anfang des Jahres los gehen.

Zum Schluss verweist Rennkommentator Hartmut Faust auf den Start in die Saison 2014 am 1. Mai. Diesen Renntag dürfte es geben, dazu aber, wie am Sonnabend aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, nach jetzigem Stand der Dinge nur noch einen weiteren Scheibenholz-Termin im ganzen Jahr. Kaum zu glauben, aber wahr? Thomas Mayer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2013

Tom Mayer

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