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Steher jagen sich auf der Leipziger Rad-Rennbahn - Schwierige Zeiten für Disziplin

Steher jagen sich auf der Leipziger Rad-Rennbahn - Schwierige Zeiten für Disziplin

Die Steher durchleben schwierige Zeiten. Das zeigt der "61. Große Messepreis", der morgen auf der Leipziger Radrennbahn (Veranstaltungsbeginn: 16 Uhr) ausgetragen wird.

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Deutsche Meisterschaften im Steherrennen 2011 in Leipzig - Jan Eric Schwarzer (Bielefeld) mit seinem Schrittmacher Christian Dippel (Bielefeld).

Quelle: Ines Christ

Leipzig. Das Organisations-Team um Wolfgang Schoppe hatte sogar Sorgen, ein schlagkräftiges Feld für das 50 km lange Hauptrennen zusammenzubekommen.

Dass es gelungen ist, hat etwas mit seinen guten Kontakten zu tun, die Schoppe als ehemaliger Vize-Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) pflegt. Ein Problem: Morgen finden zur gleichen Zeit in drei deutschen Städten Steherrennen statt. "Im Gegensatz zu uns sind die Veranstaltungen in Rostock und Dudenhofen nicht beim Verband angemeldet. Es ist doch klar, dass die Fahrer sich die Rennen aussuchen, die für sie am nächsten gelegen sind. Aber der BDR darf so etwas nicht dulden", ärgert sich Schoppe.

Allerdings fehlt der frischgebackene Europameister Mario Birrer (Schweiz) aus einem anderen Grund. "Er hat sich völlig überraschend vorigen Sonnabend in Nürnberg den Titel geholt. Da waren wir zu spät dran, er hatte bereits eine Einladung woanders. Wir haben mit dem Sieg von Giuseppe Atzeni gerechnet", gibt Schoppe zu. Mit EM-Vize Florian Fernow (Berlin), der auch nicht startet, sind Meinungsverschiedenheiten mit dessen Schrittmacher Peter Bäuerlein der Grund, ihn nicht einzuladen.

Trotzdem fährt im Hauptrennen ein starkes Feld. EM-Bronze-Medaillengewinner Atzeni (Schweiz) gilt als Favorit. Allerdings dürfte ihm der EM-Vierte Robert Retschke (Aachen) einen heißen Kampf liefern. Auch die EM-Starter Thomas Maag (Schweiz), Dex Groen (Holland) und James Holland Leader (England) sowie die deutschen Spitzenfahrer Jan Eric Schwarzer (Bielefeld), Christoph Breuer (Köln), Marcel Kuban (Nürnberg) sowie Lokalmatador Ronny Freiesleben (Team Isaac Torgau) wollen bei der EM-Revanche ihre Können unter Beweis stellen.

Beim vorher stattfindenden "28. Preis der Krostitzer Brauerei" über 30 km dürfte Altmeister Ralf Keller (Leipzig), der bereits siebenmal den begehrten Titel gewann, wiederum der klare Favorit sein. Im Rahmenprogramm kämpfen Nachwuchsrenner (Ak U11, U13) um Punkte und Platzierungen. "Sie freuen sich riesig, vor einem großen Publikum ihre Leistungen zu zeigen", weiß Manuela Götze, Geschäftsführerin des Sächsischen Radfahrer-Bundes.

Schoppe sieht den Steher-Sport derzeit in einer "stagnierenden Phase" - auch regional. "Uns fehlt ein Mann aus der Region, der schon einen Namen hat. Ich denke dabei sofort an Erik Mohs, der auf der Bahn und auf der Straße bereits beachtliche Erfolge eingefahren hat. Das würde auch wieder mehr Zuschauer bringen." Schoppe wäre morgen schon mit 1000 Besuchern zufrieden.

Der Renntag wird nicht von der Stadtverwaltung unterstützt. "Die Anträge wurden abgelehnt. Deshalb sind wir froh über unsere Sponsoren Ur-Krostitzer und Wachschutz Arlt. Ohne diese Partner würde es hier keine Steherrennen mehr geben", erklärt Schoppe. Norbert Töpfer

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.08.2013

Norbert Töpfer

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