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Streit um Leipziger Radrennbahn spitzt sich weiter zu

Streit um Leipziger Radrennbahn spitzt sich weiter zu

So deutlich und geschlossen wie nie zuvor haben die Leipziger Radsport-Vereine im Streit um die Radrennbahn in Kleinzschocher Position bezogen. "Wir fordern den Präsidenten des Sächsischen Radfahrerbundes, Herrn Holger Tschense, auf, die Radrennbahn an die Stadt Leipzig umgehend zu übergeben", heißt es in einem schriftlichen Beschluss vom Montagabend.

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Das Rund der Leipziger Radrennbahn. (Archivbild)

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Diesen unterschrieben Vorstands- oder Abteilungsleitungsmitglieder der fünf größten Radsport-Vereine.

Durch den seit Monaten schwelenden Rechtsstreit zwischen dem Landesverband und der Stadt Leipzig sehen die Vertreter des SC DHfK, des RSV Speiche, des RSV ACL, des 1. RVL und des RFC Markkleeberg das Ansehen des Radsports in der Öffentlichkeit "als fortlaufend geschädigt" an. Zudem betonen die Vereinsvertreter: "Wir betrachten es nicht als Aufgabe des Landesverbandes, eine Leipziger Sportstätte zu verwalten."

Wie berichtet, hatte die Stadt Leipzig dem Sächsischen Radfahrerbund (SRB) den Mietvertrag zum 1. Juli gekündigt. Da es zu keiner Schlüsselübergabe kam, hat die Stadt Räumungsklage eingereicht. Diese soll heute vor dem Amtsgericht verhandelt werden. "Uns war wichtig, dass Herr Tschense vor dem Termin unsere klare Auffassung kennt und weiß, dass wir anderer Meinung sind als seine Berater", sagte ein Vereinsvertreter.

Holger Tschense kannte das Schreiben der Vereine gestern Nachmittag offenbar noch nicht. Der frühere Leipziger Bürgermeister, der den SRB seit knapp vier Jahren führt, war sich auch nicht sicher, ob der Termin bei Gericht heute stattfindet. "Wir arbeiten an einer Lösung. Es bringt ja nichts, sich vor Gericht zu treffen, wenn man im Gespräch ist. Das verursacht nur Kosten. Der Richter wird auch nur sagen: Einigt euch!"

Sein Verband habe einen Kompromissvorschlag eingereicht, den die Stadt nach Informationen dieser Zeitung aber ablehnt. Tschense sagte zur Kündigung: "Sie ist handwerklich schlecht gemacht. Das ist richtiger Schrott." Der SRB solle zum Beispiel Räume zurückgeben, die er nie gemietet hatte. Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äußern, sagte nur: "Ich erhoffe mir vor Gericht Klarheit. Die Radrennbahn soll wieder für Sport stehen, nicht für einen Dauerstreit."

Die Leipziger Radsport-Vereine schoben inzwischen die Gründung eines Stadtverbandes als Interessenvertreter an. Einen solchen Verband gibt es längst in zahlreichen anderen Sportarten. Die Gründung im Radsport war vor vier Jahren bereits geplant, verlief damals aber im Sande. Der Stadtverband solle künftig die Nutzungszeiten der Radrennbahn koordinieren. Holger Tschense nannte dies einen konstruktiven Vorschlag: "Ob es hinterher für die Sportler aber besser wird als jetzt, weiß ich nicht."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2014

Frank Schober

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