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THC-Coach Müller appelliert an Killerinstinkt - Start in der Champions League

THC-Coach Müller appelliert an Killerinstinkt - Start in der Champions League

Vom Jäger zum Gejagten: Die Handballerinnen des Thüringer HC starten am Samstag mit dem Saisonauftaktspiel gegen Frisch Auf Göppingen ihr Projekt Double-Verteidigung.

Bad Langensalza. Auch wenn es laut Coach Herbert Müller vermessen sei zu sagen, der Gewinn der Meisterschaft und des DHB-Pokals ist Pflicht. „Freiwillig hergeben werden wir nichts. Wir werden um jeden Millimeter Boden kämpfen“.

Deutsche Meisterschaft, DHB-Pokal und erstmals in der Vereinsgeschichte auch die Champions League: Das bedeutet nicht nur Herausforderungen auf sportlicher Ebene. „Wir sind auch auf die Mitarbeit der Arbeitgeber angewiesen, damit die Spielerinnen frei bekommen“, erklärt Müller.

Denn gerade der Start in die Saison gleicht einem Mammutprogramm. Allein in den ersten zehn Wochen stehen wettbewerbsübergreifend 14 Spiele an. „Der gewohnte Rhythmus ist dahin. Wir haben viele englische Wochen. Daran muss sich die Mannschaft erst einmal gewöhnen“, weiß der 48-Jährige. Gerade deswegen sei es „wichtig, den ersten Schritt in die Saison anständig rein zu machen.“

Dem Meistertrainer fehlen jedoch gleich zum Auftakt verletzungsbedingt die Nationalspielerinnen Willemijn Karsten (Niederlande) und DHB-Jungstar Nadja Nadgornaja. Obendrein stehen mit Stefanie Subke und Pearl van der Wissel zwei Abgänge mit internationaler Klasse zu Buche, „die erst einmal kompensiert werden müssen“.

Die Dominanz aus dem letzten Jahr wird in den Augen des Trainers schwer zu wiederholen sein. Zumindest die Integration der insgesamt sechs Neuzugänge sei harmonisch verlaufen - auch wenn sich Müller den ein oder anderen Ausreißer wünschen würde, um sich innerhalb des Teams besser zu positionieren. „Mir fehlt so ein bisschen der Biss“.

Der nötige Biss ist besonders in der Königsklasse unabdingbar. Zählt der THC in den deutschen Wettbewerben zum Kreis der Top-Favoriten, geht es in der Champions League vorrangig darum, die Gruppenphase A zu überstehen. Denn die Thüringerinnen treffen unter anderem auf den dänischen Meister FC Midtjylland sowie auf den Titelträger aus Montenegro, ZRK Buducnost Podgorica.

Zumindest die Vorbereitung - speziell das hochkarätig besetzte Turnier in Schmelz - hat gezeigt: „Generell können wir gegen Champions-League-Favoriten mithalten. Im Endeffekt aber konnten wir in engen, kraftbetonten Spielen nicht siegen“, kritisiert Müller. „Da heißt es noch einmal, am Killerinstinkt zu arbeiten, dass man auch international besteht.“

Unterdessen steht fest: Die Heimspiele in der Königsklasse werden nicht in der Salza-Halle in Bad Langensalza ausgetragen. Der THC muss in die Erfurter Riethsporthalle umziehen, für die der Verein extra einen speziellen Boden in Höhe von 19 000 Euro gekauft hat.

Anne Kunze

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