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THC-Handballerinnen lockt das Double

THC-Handballerinnen lockt das Double

Meistertrainer Herbert Müller will auch die Pokal-Endrunde mit einem Erfolg abschließen. „Zwar haben wir mit dem ersten nationalen Titel der Vereinsgeschichte unser Ziel schon übererfüllt.

Erfurt. Doch jetzt trennen uns nur noch 120 Minuten vom Double. Wer kann schon sowas schaffen? Das ist Anreiz genug“, sagte Müller am Donnerstag in Erfurt. Erst seit Mittwoch haben die Bundesliga- Handballerinnen des Thüringer HC nach den ausgedehnten Feierlichkeiten wieder zu Normalität zurückgefunden. „Es ist sehr schwierig, die Spannung hochzuhalten. Natürlich sollen und wollen sich die Mädels freuen, doch am Wochenende ist noch zweimal höchste Konzentration gefragt“, meinte Müller.

Da kommt es ihm als Motivationshilfe entgegen, dass sowohl der in der Meisterschaft zweimal gegen den Thüringer HC unterlegene HC Leipzig als auch Vizemeister Buxtehuder SV auf Revanche sinnen. „Wir wollen auch Revanche für die klare Heimspiel-Niederlage gegen ’Buxte’ im Titel-Endspiel“, bemerkte er. Um das Pokalfinale am Sonntag zu erreichen muss seine Mannschaft einen Tag zuvor beim Final Four in Göppingen den HC Leipzig besiegen. „Ohne die Leipzigerinnen zu unterschätzen: Da sehe ich uns in einer leichten Favoritenrolle“, schätzte Müller ein. „Wenn wir 90 Prozent unseres Vermögens abrufen können, schaffen wir den Finaleinzug. Gegen den wahrscheinlichen Final-Kontrahenten Buxthude müssen wir dann für den Sieg 100 Prozent geben“, bemerkte er.

Entgegen der sonstigen Gepflogenheiten wird der Thüringer HC bereits am Freitagmorgen zu seiner ersten Pokalendrunde nach Göppingen aufbrechen und in der dortigen EWS-Arena das Abschlusstraining absolvieren. Dabei wird Pearl van der Wissel fehlen. Die Niederländerin hat sich bei dem Meistertrubel den Arm ausgekugelt. Ihr Einsatz am Wochenende ist stark gefährdet. Stephanie Subke reist im Gegensatz zu ihren Kolleginnen von zu Hause aus der Nähe von Nürnberg nach Göppingen an.

Ausgewertet haben die THC-Handballerinnen inzwischen ihr „schlechtestes Spiel der ganzen Saison“ (Cheftrainer Müller) im Meisterschafts-Rückspiel. „Für Nervenflattern sorgte unsere ungenügende Angriffseffektivität. Wir spielten nicht schnell genug und viel zu wenig über die Außen“, bemängelte Müller. In der Pokalendrunde könne die Mannschaft wieder befreit aufspielen. „Wir haben den wichtigsten Titel des Jahres. Die anderen stehen alle noch ohne da, haben viel mehr Druck“, meinte er.

Während die Mannschaft feierte hat sich Müller in den vergangenen Tagen um weitere Zugänge gekümmert. Neben Lydia Jakubisova und Willemijn Karsten sollen noch mindestens eine Torfrau, eine Linksaußen und eine Kreisspielerin verpflichtet werden. „Die Gespräche sind abgeschlossen. Ich denke, am Montag werden wir die Zugänge melden“, sagte Müller. Den Verein verlassen Torhüterin Petra Blazek (zurück zu Hypo Niederösterreich), Pearl van der Wissel (zurück nach Dänemark), Martina Knytlova, Franziska Garcia-Almendaris (Leverkusen) und Stephanie Subke, die mehr Zeit mit der Familie verbringen will, aber möglicherweise für personelle Engpässe als Stand-by-Profi zur Verfügung steht.

dpa

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