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TSV Engelsdorf hat den Dreh raus

TSV Engelsdorf hat den Dreh raus

Die Männerrunde hat sich am Biertisch versammelt - bekanntlich eine willkommene Übung väterlicherseits. Doch die Turnfamilie des TSV Engelsdorf lässt den Papas keine Zeit zur Gerstensaftverkostung und jagt sie am Sonnabend atemlos über den Turnteppich in der Sporthalle am Gymnasium.

Leipzig. Die Herren der Schöpfung sind spontan mittendrin, zeigen Kunststücke am Barren und hängen gekonnt in den Seilen. "Versucht, ein Macher zu werden, Zugucker gibt es genug", lautet die Botschaft zum Weihnachtsschauturnen vor über 200 Gästen, gleichzeitig eine Vereins-Revue der verflossenen zehn Jahre. Es ist ein fröhlicher Geburtstags-Nachmittag mit vielen herzlichen Momenten.

"In unserem alten Verein waren wir gut aufgehoben. Aber uns reizte es, etwas Neues zu wagen", erinnerte sich TSV-Vorturnerin Christine Rockmann an die sportliche Geburtsstunde auf Engelsdorfer Flur. Neun auf einen Streich fingen an, Hallenzeiten zu organisieren, Trikots zu besorgen, Geld zu beschaffen, Erfolge anzukurbeln. Heute gehören 70 Mitglieder zwischen Fünf und Fünfzig zum TSV-Team. 17 Kampfrichter sind zur Stelle, elf Übungsleiter aktiv. Die jungen Damen schafften den Aufstieg in die 1. Landesliga, sieben Mädchen nahmen an den deutschen Mehrkampf-meisterschaften teil, Mali Stoppe (AK 5) stand im Turnbezirk auf dem obersten Treppchen. Das alljährliche Herbstferien-Camp in Flöha hat mittlerweile Kultstatus erreicht. Zwischen Kür und Pflicht lässt sich zweifelsfrei sagen: Das Team hat den Dreh raus.

"Mit Herz und Fantasie haben wir viel gemeinsam erlebt und eine ganze Menge erreicht", freut sich Chefin Rockmann, die ebenso wie ihre Mitstreiterinnen Kerstin Woldag, Kerstin Eiling und Susann Wolf die mit der bronzenen Ehrennadel des Sächsischen Turn-Verbandes ausgezeichnet werden. "Ihre Mädels" reimen schließlich einen ganz persönlichen Dank und das nah am Wasser gebaut.

Zum TSV-Familienverbund gehört auch Anna Reichelt (18), die am Sonnabend mit weiteren jungen Turn-Damen eine Sonderrolle spielen darf. Es läuft die Generalprobe zum "Feuerwerk der Turnkunst" am 5. Januar in der Arena - ein etwas improvisiertes Können aufgrund der minimierten Platzverhältnisse. Egal, das bewegte Memory findet beim Publikum großen Anklang. Die Idee zum Farbenspiel stammt von den Engelsdorferinnen, die freilich um Unterstützer in der HSG DHfK um Trainerin Martina Pöschel wissen. Alsdann wird die Partnerschaft perfekt und gemeinsam geprobt. "Ich war schon als Aufbauhelfer und Zuschauer beim Feuerwerk der Turnkunst dabei. Die Chance, dort einmal aufzutreten, hat man nicht alle Tage", sagt Lukas Eckardt (19) und erntet zustimmendes Nicken von HSG-Kumpel Jonas Hertel (17). "Es war schon immer mal unser Wunsch, mit den Stars ein Programm zu gestalten. Jetzt wird er quasi als unser Jubiläumsgeschenk wahr",

Bereits zum fünften Mal gastiert die Turn-Show in der Arena. Stets gab es einen im Weltklasse-Programm einen regionalen Farbtupfer. Mit dabei waren die Atlas Dancers, der TV Blau-Gelb Bad Düben, Akrobaten aus Riesa und Talente vom TuG Leipzig.

Die aktuelle "Vertigo"-Tournee zeigt sich in insgesamt 20 Städten von ihrer rasanten Seite. Noch nie zuvor gab es beim Feuerwerk-Spektakel so viele "Luftnummern", geboten von Artisten, Akrobaten und Turnern. Passt perfekt zum Auftakt ins Leipziger Jubiläumsjahr. Die Tournee-Veranstalter rechnen mit einer tollen Kulisse. "Der Vorverkauf läuft sehr gut. Wir haben derzeit 5000 von 6000 Tickets verkauft", informierte Michael Bauer aus dem Organisationsteam des Niedersächsischen Turner-Bundes.

www.feuerwerkderturnkunst.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.12.2014
Kerstin Förster

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