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Tennis: Knapper Sieg der zweifachen Mutter

Tennis: Knapper Sieg der zweifachen Mutter

Leipzig. Beim 20. Volksbank Leipzig Cup der Tennis-Cracks im Sportforum hatte Lydia Steinbach (Wahlstedt) im mit Spannung erwarteten Frauen-Finale gegen Andrea Fischer (Leipziger SC) knapp die Nase vorn.

Die 32-jährige Lydia Steinbach, die bis 2006 fast ein Jahrzehnt lang für Blau-Weiß Dresden-Blasewitz spielte, ehe sie nach Schleswig-Holstein wechselte, gilt noch immer als die beste Tennisspielerin aller Zeiten, die in Ostdeutschland groß geworden ist. Sie erkämpfte bei den deutschen Meisterschaften im Einzel Silber und Bronze, bei zwei Universiaden Bronze, wurde acht Mal internationale Sachsenmeisterin und ist auch bei Landesmeisterschaften mit zwölf Titelgewinnen die mit Abstand erfolgreichste Spielerin.

Die gleichaltrige Andrea Fischer hat in den letzten Jahren mächtig an Boden gutgemacht. Anfang Juni holte die Leipzigerin in Dresden ihren dritten Landesmeistertitel in Folge und den vierten insgesamt. Gemeinsam ist beiden, dass sie inzwischen als Tennis-Trainerinnen ihre Brötchen verdienen und dabei überwiegend mit dem Nachwuchs arbeiten. Lydia Steinbach seit Anfang 2007 in Wahlstedt, Andrea Fischer in der bei ihrem Klub LSC 1901 in Schleußig ansässigen Tennisschule.

Nach Erinnerungen beider Spielerinnen standen sie sich am Sonntag im Finale des Leipziger Turniers zum fünften Male gegenüber. Bisher hatte es dabei immer Steinbach-Siege gegeben. Beim letzten, der vor zwei Jahren ebenfalls in Leipzig im Halbfinale stattfand, musste Andrea Fischer mit 0:6, 0:6 sogar die Tennis-Höchststrafe hinnehmen. Dennoch räumten nicht wenige Experten diesmal der Leipzigerin gute Chancen ein.

Zum einen, weil die Formkurve der Andrea Fischer in der letzten Zeit beständig nach oben zeigt. Zum anderen, weil Lydia Steinbach ihr erstes Turnier nach der Geburt ihrer zweiten Tochter Nieke, die jetzt 14 Monate alt ist, bestritt. "In diesem Frühjahr habe ich wieder Punktspiele für Wahlstedt bestritten - und zwar recht erfolgreich. Doch von meiner Bestform bin ich noch weit entfernt. Vor allem muss ich konditionell noch viel zulegen. Dies gehörte früher zu meinen großen Stärken. Wir bekommen für unsere Tochter erst ab dem zweiten Lebensjahr einen Kindergartenplatz. Das macht es für mich nicht leichter, obwohl mich mein Mann Thorsten nach Kräften unterstützt", beschreibt Lydia Steinbach ihre Situation.

Zudem gibt es ja auch noch die achtjährige Sophie, für die in Kürze das dritte Schuljahr beginnt. "Aber ich beschwere mich nicht. Von meinem Club Rot-Weiß Wahlstedt erhalte ich jede Unterstützung. Ich bin jetzt gewissermaßen in Teilzeit an drei Tagen als Trainerin tätig. Aber ich war mir schon bewusst, dass es gegen Andrea so schwer wie noch nie zuvor werden würde."

Das Finale am Sonntag endete wieder mit einem Sieg von Lydia Steinbach, der aber mit 1:6, 6:3, 10:7 so knapp wie noch nie zuvor ausfiel. Andrea Fischer war bei einer 6:3-Führung im als Match-Tiebreak ausgespielten dritten Satz dem ersten Sieg gegen ihre alte Rivalin ganz nahe. Die nächste Chance wird ganz sicher kommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2013

Rolf Becker

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