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ThSV Eisenach folgt dem DHfK in die Handball-Bundesliga nach

Erste Handball-Bundesliga ThSV Eisenach folgt dem DHfK in die Handball-Bundesliga nach

Mitteldeutschland hat einen dritten Vertreter in der stärksten Liga der Welt: Nach dem Handball-Dino SC Magdeburg folgt der ThSV Eisenach dem Zweitliga-Meister SC DHfK Leipzig in die Bundesliga. Bangen müssen die Thüringer nur um ihre Spielstätte.

Aivis Jurdzs vom ThSV Eisenach (oben), in Aktion gegen Dennis Weinrich (l) und Christoph Koch von Eintracht Baunatal.

Quelle: dpa

Eisenach. Die Handballer des ThSV Eisenach folgen dem Zweitliga-Meister SC DHfK Leipzig in die erste Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic machte die Rückkehr nach nur einem Jahr Abstinenz mit einem 36:22 (17:9) am Sonntagabend gegen Schlusslicht Eintracht Baunatal vorzeitig perfekt. Beste Werfer beim Gastgeber waren Daniel Luther (5), Jon Hannes Jonsson (5) und Bjarki Elisson (5/1), während Denis Weinrich (4) für die ersatzgeschwächten Gäste aus Baunatal am besten traf. „Ein großer Tag für Eisenach. Die die siebeneinhalb Monate waren kein einfacher Weg, wir haben hart gekämpft und gearbeitet. Aber als ich am 15. Oktober hier angefangen habe, war ich mir zu 100 Prozent sicher, das wir den Aufstieg schaffen“, sagte ThSV-Coach Petkovic.

Die Thüringer kletterten mit dem fünften Sieg hintereinander auf den zweiten Rang und haben vor dem letzten Spieltag mindestens Aufstiegsplatz drei sicher. Problem der Thüringer ist allerdings, dass die Handball Bundesliga GmbH (HBL) bei der Lizenzerteilung die Werner-Aßmann-Halle wegen einer fehlenden Tribüne als Spielstätte ausschloss. Ein Einspruch läuft noch.

Vor über 3000 Zuschauern in der ausverkauften Aßmann-Halle sorgte der Gastgeber schnell für klare Verhältnisse. Der ThSV führte bereits nach fünf Minuten 4:0 und versetzte sein Publikum in erstligareife Stimmung. Über die Stationen 9:4 (15.) und 13:5 (20.) machten die Eisenacher im ersten Abschnitt wie erwartet schon alles klar. Auch nach dem Wechsel spielten die Gastgeber gegen die ersatzgeschwächten Gäste ihre Stärken aus und hielten das Tempo hoch. Schon in der 40. Minute stimmten die Fans „nie mehr zweite Liga“ an und machten eine Laola-Welle nach der anderen. In den letzten sechs Minuten der Begegnung standen alle Fans in der Halle und trugen ihr Team zum Sieg. „Eine Riesensache, dass wir den Aufstieg noch geschafft haben. Ich wünsche der Mannschaft alles gute“, sagte Jon Hannes Jonsson, der künftig als Spielertrainer in Österreich arbeitet.

Der frühere DDR-Oberligist aus der Wartburgstadt spielte bereits 1991/92, dann für sieben Jahre von 1997 bis 2004 und zuletzt 2013/14 in der Bundesliga. Nach dem Abstieg und einem Fehlstart in diese Saison hatte sich der Verein im Oktober von Coach Adalsteinn Eyjolfsson getrennt und mit Trainerfuchs Petkovic eine erfolgreiche Aufholjagd gestartet. „Nach dem unzufriedenstellenden Start mit 7:9 Punkten mussten wir handeln, haben mit Velimir Petkovic einen erfahrenen Trainer verpflichtet. Das war die Initialzündung für den guten Lauf ab Ende November“, sagte ThSV-Präsident Gero Schäfer.

Nach dem sportlichen Happyend hofft der ThSV nun auch auf eine Ausnahmegenehmigung der HBL bezüglich der Aßmann-Halle. Die Erweiterungsarbeiten sollen dann im Mai 2016 beginnen. Die Finanzierungs-Zusage des Landes Thüringen steht - allerdings ist der Haushalt noch nicht verabschiedet. „Wir haben eine hervorragend ausgearbeitete mit schlagkräftigen Argumenten untersetzte Abhandlung vorgelegt, die in uns die berechtigte Hoffnung auslöst, doch noch in Eisenach spielen zu können“, meinte Vereinsoberhaupt Schäfer zur noch ungeklärten Hallenfrage. (Torsten Teichert)

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