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Thomas Schleif als Berater unterwegs - Leipziger Fußballverband unterstützt Vereine

Thomas Schleif als Berater unterwegs - Leipziger Fußballverband unterstützt Vereine

Bei einigen (Fußball-)Vereinen brennt es an allen Ecken und Enden. Es fehlt häufig nicht nur Geld, sondern auch Personal mit der notwendigen Zeit und einer gehörigen Portion Erfahrung.

Leipzig. Dank eines Vereinsberaters schafft der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) ein wenig Abhilfe.

Der 68-jährige Thomas Schleif unterstützt die Vereine auf Wunsch, kümmerte sich jüngst um den personellen Neuanfang beim SV Schleußig. Schleif ist nicht nur ein Fußball-Fachmann, sondern auch ein altgedienter Funktionär. Er sammelte über Jahrzehnte Erfahrungen, zu DDR-Zeiten hielt er bei der BSG Medizintechnik Leipzig die Fäden in der Hand, hob in den Wendezeiten TuS Leutzsch mit aus der Taufe und war dort quasi bis zur Rente mit verschiedenen Aufgaben betraut. Anfang der neunziger Jahre mischte er auch beim damaligen 1. FC Markkleeberg in der dritthöchsten Spielklasse mit, "Schleifi" schnupperte sozusagen am großen Fußball. Nun will er ein paar "Erfahrungen weitergeben und helfen, wenn Not am Mann ist".

Beim SV Schleußig gab es Probleme, die Halbwertszeit der Präsidien war ziemlich kurz. Schleif unterstützt nun den neuen Präsidenten Dieter Freigang, stellte auch den Kontakt zur früheren Schatzmeisterin des 1. FC Lok, Katrin Pahlhorn, her - nun kümmert diese sich beim Verein von der Nonnenwiese um das Kassenbuch. Der 59-jährige Freigang, seit 1998 im Verein, will natürlich keine schmutzige Wäsche gegenüber seinen Vorgängern waschen. "Es gibt auch keine Schulden, wir stehen finanziell top da", stellt der Diplom-Ingenieur klar. Aber ein gewisses Defizit in der "Büro-Arbeit" habe es schon gegeben. Nun herrscht Aufbruchstimmung im Verein, gemeinsam mit Schleif werden Ideen entwickelt und auf Umsetzung geprüft. Beispielsweise denkt Freigang daran, an der herrlich im Grünen gelegenen Anlage öffentliche Gastronomie anzubieten. Mittels einer "Vollmacht" kann der FVSL-Berater übrigens auch offizielle Termine übernehmen.

Auch beim SV Sternburg Lützschena/Stahmeln mischt Schleif ein wenig mit. Dort geht es um die Schaffung eines neuen Teils vom Sportgelände. Dies dient als Ersatz für "weggefallene Fläche" im Zuge der Gestaltung des Heidegrabens. Die Kosten für das Graben-Projekt trägt Porsche, da das Oberflächenwasser am Standort des Automobil-Herstellers über diesen abgeleitet werden soll.

In die Beraterrolle geschlüpft ist Schleif (berater-schleif@kontaktnet.de) übrigens, als die Diskussion über die Förderung von Arbeitskräften für die Vereine bei der Pflege ihrer Anlagen hochkochte. Der rüstige Rentner kennt sich auch in solchen Dingen bestens aus, kennt Ansprechpartner oder die kleinen und großen Kniffe. Beim SV Schleußig beispielsweise steht nun ein großer Baumschnitt an - Freigang stöhnt schon jetzt über die voraussichtlich hohen Kosten. Vielleicht gibt es eine günstigere Lösung für den Verein mit seinen 175 Mitgliedern. 150 davon sind übrigens Kicker, der Rest schwingt den Tennisschläger.

Freigang würde übrigens auch gern eine Wandergruppe oder Gesundheitssportler im Verein begrüßen. Außerdem will er die Zusammenarbeit mit den Schulen in der Umgebung intensivieren - an der Nonnenwiese absolvieren zwei davon ihren Sportunterricht.

Zulauf wird der SV im Sommer erhalten, eine Frauen-Mannschaft schließt sich an. Im Nachwuchsbereich sollen schnellstmöglich die Lücken verschwinden. Und, natürlich, hofft ein guter Präsident auch: "Es wäre schön, wenn die Erste mal den Aufstieg in die Stadtklasse schafft. Die Alten Herren stehen ja derzeit schon auf Platz eins in der 1. Kreisklasse."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2013

Torsten Teichert

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