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Tod von Erika Zuchold – jetzt spricht der Schwager

Turnerin Tod von Erika Zuchold – jetzt spricht der Schwager

Die Verwandtschaft in Paraguay weist Spekulationen über eventuelle Ermordung der einstigen Weltklasse-Turnerin Erika Zuchold zurück. Der Bruder hatte bei der Trauerfeier den Verdacht geäußert, sie sei eines unnatürlichen Todes gestorben.

Erika Zucholds Bruder hatte bei der Trauerfeier den Verdacht geäußert, sie sei eines unnatürlichen Todes gestorben.

Quelle: Christian Molda

Leipzig. Es war ein Schock. Während der Trauerfeier für Erika Zuchold am 2. Oktober trat ihr Bruder ans Mikrofon und äußerte den Verdacht der Familie, dass die einstige Weltklasseturnerin aus Leipzig eines unnatürlichen Todes gestorben sei. Plötzlich standen Spekulationen über eine Ermordung im Raum. Erika Zuchold, die 1968 und 1972 insgesamt fünf Olympiamedaillen errungen und ihre Karriere 1970 dem WM-Titel gekrönt hatte, war am 22. August im Alter von 68 Jahren wenige Wochen nach ihrer Übersiedlung nach Paraguay in dem südamerikanischen Binnenstaat verstorben.

Nun meldete sich aufgrund der Medienberichte Erika Zucholds Schwager bei der LVZ und wies in einer E-Mail die Spekulationen über eine eventuelle Ermordung zurück. „Sie ist nicht überraschend gestorben, sondern war schon seit längerer Zeit todkrank. Sie ist ganz sanft eingeschlafen“, schreibt der in Paraguay lebende Alfred Schneider an die LVZ. Seine Frau habe ihre Schwester tot in deren Wohnung gefunden, als sie ihr das Mittagessen bringen wollte. „Es war keinerlei Fremdeinwirkung zu finden, keine Einbruchsspuren oder sonstige Ungewöhnlichkeiten.“ Sofort sei die Polizei gerufen worden. Der Sterbeschein inklusive Todesursache sei von einem von der Staatsanwaltschaft zugelassenen Arzt ausgestellt worden. Am Tag vor Erika Zucholds Tod habe sie mit ihrer Schwester noch zusammen gegessen. Überhaupt habe die seit längerem in Südamerika lebende Schwester die Betreuung übernommen, so lange hierfür kein Pflegepersonal gefunden wurde. „Allein war Erika hilflos.“

Dass die ehemalige Sportlerin, die nach ihrer Karriere als Künstlerin arbeitete, bereits am Morgen nach ihrem Tod beerdigt worden ist, kam Freunden und Angehörigen in der Heimat verdächtig vor. Laut Alfred Schneider sei dies in Paraguay aufgrund der Tagestemperaturen von 40 Grad jedoch Vorschrift und nachvollziehbar. Zudem deutete er an, dass seiner Schwägerin nach dem Tod ihres Ehemannes Dieter oftmals der Lebenswille gefehlt habe. Dies hätte ein Psychologe bestätigt.

Freunde der Ex-Turnerin in Leipzig berichteten dagegen der LVZ, dass Erika Zuchold durchaus neuen Lebensmut hatte und in Paraguay neue Projekte angehen wollte. Zudem habe sie nach wenigen Wochen aufgrund der Umstände in Paraguay schnell wieder zurück in die Heimat gewollt. Offiziell wollte der Teil der in Deutschland lebenden Familie die Argumente des Schwagers nicht kommentieren, zumal Ermittlungen anstehen. Vieles sei aber weiter rätselhaft.   

LVZ

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