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Traditionsrennen Neuseenclassics: „Ein starkes Zeichen für den Radsport“

13. Auflage Traditionsrennen Neuseenclassics: „Ein starkes Zeichen für den Radsport“

Trotz Rückzug des Titelsponsors findet auch in diesem Jahr das traditionsreiche Radrennen Neuseenclassics statt. Der Etat von 200.000 Euro kam dank der Hilfe vieler Unterstützer zusammen. 

Die Neuseenclasscis starten auch in diesem Jahr wieder an der Alten Messe in Leipzig.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mehr ein Hinweis denn ein Ratschlag für Leipzigs Radklassiker Neuseenclassics: Am Veranstaltungswochenende 18./19. Juni finden keine Spiele der deutschen Fußball-Weltmeister bei der EM in Frankreich statt. Demnach können alle Freunde der volksnahen Fahrradkultur ganz entspannt die 13. Auflage des Traditionsrennens verfolgen beziehungsweise aktiv in die Pedale treten. Dies wird auf alle Fälle ein Großer der Zunft tun.

Olympiasieger Olaf Ludwig (56), der engagiert den Schirm über das Radsporfest hält, führt die 15-köpfige Mannschaft von Sponsor Thomas Stuhr (Kramm Bürosysteme) über die 60-km-Jedermannstrecke. „Eine reizvolle Aufgabe, die ich nicht das erste Mal erfülle. Sicher sollen alle ins Ziel kommen. Da müssen sich schon mal die Stärkeren für die Schwächeren opfern.  Das ist Teamgeist“, sagte Ludwig am Montag beim Pressegespräch im Radiozentrum Leipzig in der Thomasgasse. Und schickte etwas leise hinterher: „Wir sind ja froh, dass das Rennen überhaupt stattfindet.“

Tatsächlich drohte nach dem Rückzug von Titelsponsor Sparkasse Anfang des Jahres das Abstellgleis. „Das war eine schwierige Lage, die finanzielle Lücke war enorm“, bestätigte Organisationsleiter Ronny Winkler. Guter Rat war teuer. „Wenn man Dinge aus Überzeugung tut, kannst du Bäume versetzen.“ Es passte schließlich. Der 200. 000-Euro-Etat kam dank Stadt, Leipziger Stadtholding, der Crowdfunding-Kampagne „Weiterrollen“ mit 200 Unterstützern und Titelsponsor Fitbit zustande. „Das ist ein starkes Zeichen für den Radsport und den Standort Leipzig“, betonte Chef-Organisator Winkler. Erwartet werden 1500 Teilnehmer. Das Ziel hieß 2500. Doch das aufs Leipziger Datum verschobene Velothon in Berlin kostete Starter. Winkler sprach dennoch von „ordentlichen Dimensionen“.

Einzelzeitfahren neu im Programm

Über die drei Distanzen 40 km, 60 km und 100 km werden Radsportler an den Start auf der Alten Messe gehen. Auch das Ziel befindet sich am geschichtsträchtigen Ort. Die Rennen sind Teil des German Cycling Cups, der größten nationalen Hobby-Rennserie. Neu im Programm ist zudem erstmals ein Einzelzeitfahren über 20 km am 18. Juni mit Start um 19 Uhr. Start- und Zielbereich der Spezialdisziplin ist der zwischen Markkleeberger See und Störmthaler See gelegene Bergbau-Technik-Park.

Die reizvolle Verbindung zwischen City und Natur, Freizeitspaß und Tourismusmagnet hob Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) hervor. „Für uns ist die Veranstaltung ein förderwürdiges Projekt, das auch im neuen Sportprogramm verankert sein wird.“ Rosenthal hob in diesem Zusammenhang auch die Hilfe aus dem Rathaus für das am Olympiastützpunkt beheimatete Girls Team Sachsen unter Regie von Olympiasiegerin Petra Rossner und SC DHfK hervor.

Für Studenten-Weltmeisterin Romy Kasper (27) indes könnte sich der Traum von Olympia schon in Rio erfüllen. Einen Ausblick im Zeichen der Ringe für die deutschen Starter gab Olaf Ludwig. Während er für das anspruchsvolle Straßenrennen eher weniger Chancen sieht, könnten Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin und die Bahn-Spezialisten erfolgreich sein.  

Kerstin Förster

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