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Trainingsauftakt bei Lok

Trainingsauftakt bei Lok

Trainingsauftakt gestern bei Lok. Mit sieben Neuzugängen und vier Probespielern. Ohne den bisherigen Kapitän Jens Werner und Albert Spahiu, die ein Vertragsangebot des Regionalligisten ausschlugen.

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Quelle: Christian Nitsche

Patrick Grandner fehlte unentschuldigt, Albrecht Brumme wegen seines Kreuzbandrisses. Dennoch herrscht in Probstheida Aufbruchstimmung.

Bevor es auf den Rasen ging, stellte Trainer Carsten Hänsel seine Neuen persönlich den Journalisten vor. "Alles Wunschspieler von mir", sagte der 30-Jährige, "und wir haben sie nicht mit dem Geldbeutel gelockt, sondern mit Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, mit der großen Tradition des Vereins und der Chance auf eine höhere Liga."

Fünf Wochen hat Hänsel Zeit, das Team fitzumachen für das erste Spiel bei Drittliga-Absteiger Babelsberg. "Ein perfekter Startgegner, niemand erwartet etwas, ich hoffe aber auf eine Überraschung." Möglichst schnell will er 30 Punkte für den Klassenerhalt holen. "Aber wir werden keinen Hurra-Fußball spielen, es wird vom ersten Tag ein Überlebenskampf. Es geht nur mit Leidenschaft und Disziplin. Das muss in die Köpfe von Spielern und Fans."

Hänsel bedauert, dass Werner und Spahiu absagten. "Aber wenn Lok Geld hätte und aufsteigen wollte, würde ich nicht hier stehen." Den neuen Kapitän wird der neue Coach aus dem vom Team noch zu wählenden Mannschaftsrat bestimmen. Und er setzt auf die von ihm geholten Jungs. "Ein Grandner kam ja auch von unten und hat es bei Lok geschafft." Doch Grandner, der in Jena vorgespielt hatte, fehlte gestern. "Eine weitere Freigabe für ein Probetraining wird er von mir nicht erhalten", bekräftigte Hänsel.

Er ist froh darüber, dass die Vereinsführung stets ehrlich zu ihm war, trotz angespannter Finanzlage seine Spielerwünsche erfüllte, in kürzester Zeit Arbeits- und Ausbildungsplätze besorgte. Franz Bochmann wird bei der Sparkasse Leipzig zum Bankkaufmann ausgebildet. Neun Tore schoss der schnelle, wendige 21-Jährige für den CFC II in der Oberliga, machte nebenbei sein Fachabitur. Doch bei Gerd Schädlichs Profis durfte er nicht ran. "Der CFC will in die 2. Liga hoch, da ist es schwer für junge Leute. Jetzt will ich meine Chance bei Lok nutzen."

Oder Marcel Trojandt, 23, Hänsels Kapitän beim HFC II, Speditionskaufmann. Er trainierte zwar oft im Drittliga-Kader von Sven Köhler, stand zweimal im Aufgebot, spielte aber keine Minute. "Wir durften als Reserveteam ja nicht mal aufsteigen, bei Lok habe ich wieder ein richtiges Ziel - und ein großes Publikum", sagte der Mittelfeldmann, dem Hänsel auch in Probstheida eine Führungsrolle zutraut.

"Lok ist ein ganz anderes Kaliber, viele Zuschauer, viel Medieninteresse", meinte Sebastian Dräger, 23, Kfz-Mechatroniker und Defensiv-Spezialist, ebenfalls vom HFC II gekommen: "Das ist reizvoll, während eine zweite Mannschaft niemanden juckt." Auch Gerald Muwanga, 21, Eltern aus Uganda, in Göttingen geboren, ist heiß auf die Regionalliga. Er lernte im HFC-Nachwuchs, stieg mit Neustrelitz auf, wurde bei Hertha II von Verletzungen gestoppt. Jetzt ist der Verteidiger und gelernte Industriekaufmann fit, will angreifen. Wie Armin Kilz (25, Eilenburg), Dustin Scheibe (20, HFC II) und Keeper Steven Braunsdorf (21, Jena II).

Hänsel betonte, dass sein 23-Mann-Kader zu 95 Prozent steht, aber noch zwei Plätze zu vergeben sind. Seit gestern spielen drei Keeper vor: Fabian Otte (22, zuletzt North Carolina College, davor Münster), Julien Latendresse-Levesque (22, Cottbus II) und Aleks Urh (22, Kostroj/Slowenien). Um die offene Linksverteidiger-Stelle streiten Isaac Akyere (22, Jena II, schon im Probetraining) und Marco Lapenna (19, Aue). Der kanadische U20-Nationalspieler fliegt erst heute aus seiner Heimat ein. Hänsel schwört auf die Jugend. Aus der Not geboren, aber durchaus verheißungsvoll.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2013

Steffen Enigk

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