Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Trainingszentrum am Cottaweg: RB Leipzig und Umweltverbände kommen sich näher

Trainingszentrum am Cottaweg: RB Leipzig und Umweltverbände kommen sich näher

Der Fußball-Regionalligist RB Leipzig, die Stadt und die lokalen Umweltverbände sind sich im Streit um das geplante Trainingszentrum am Cottaweg nähergekommen.

Leipzig. Das machten die drei Parteien am Montag auf einem gemeinsamen Presse-Termin im Revue-Theater am Palmengarten deutlich.

Man habe jetzt im Vertrag zwischen Verein und Stadt festgeschrieben, dass die Kommune Zugriff auf das Gelände am Cottaweg habe, falls die geplante Umweltverträglichkeitsprüfung des Bauvorhabens negativ ausfalle, sagte RB-Geschäftsführer Dieter Gudel. „Diesen Passus hat es vorher nicht gegeben."

Die Umweltverbände Ökolöwe und die Regionalgruppen des Nabu und des BUNDs hatten in einem offenen Brief an Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) eine Umweltprüfung angemahnt und bei einem negativen Endergebnis einen Rückzug vom Areal gefordert. RB Leipzig wird laut Gudel dieser Forderung gegebenenfalls nachkommen und dann „einen Plan B erarbeiten". Heißt: RB würde sich einen neuen Standort suchen.

Rosenthal stellte allerdings klar, dass die Prüfung der Umweltverträglichkeit „nicht sofort kommen" werde, so wie es die Naturschützer wollten. Sie werde aber durchgeführt. Der Bürgermeister wies noch einmal Kritik am Vorgehen der Verwaltung zurück, indem er anmerkte, dass bei diesem geplanten Bauvorhaben „alles mit Recht und Gesetz" zugehe. Die Umweltverbände und die Grünen im Stadtrat hatten in den letzten Wochen und Monaten die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung in den Plänen vermisst und diese eingefordert.

Das anvisierte Trainingsgelände soll zwischen dem Gelände der Kleinmesse und dem Motodrom liegen. Die Umweltverbände wollen eine Zusicherung, dass das zukünftige RB-Areal nicht in zehn oder zwanzig Jahren expandiert und in den Leipziger Auwald wächst. Das Motodrom sei für den Verein „keine Option" und auch die Kleinmesse wolle die Stadt nicht zur Verfügung stellen. Daher sei die Lage eindeutig. Der Umweltbürgermeister sah dies etwas anders und machte eine kleine Einschränkung: Wenn die Pachtverträge für die beiden Gebiete abliefen, müsse man sich noch einmal über die weitere Nutzung unterhalten. Er betonte aber, dass er die Händler der Kleinmesse nicht aus der Stadt scheuchen wolle.

Auch zum möglichen Ausbau einzelner Straßen äußerte sich der RB-Geschäftsführer. Die Gerüchte um einen Ausbau der Eric-Köhn-Straße seien „Humbug". Dem stimmte der Bürgermeister auch im Namen des Oberbürgermeisters zu. Außerdem reiche aus Sicht des Vereins der Cottaweg in seiner jetzigen Form vollkommen aus. Dort müsse nicht gebaut werden, so Gudel.

Eine weitere Hauptforderung von Ökolöwe und Co. waren der „Ausgleich" für gefällte Bäume in diesem Gebiet. Dieser solle „vor Ort" geschehen. RB zeigte sich diesbezüglich offen. „Wir setzen uns als Investor dafür ein", sagte Gudel. Rosenthal sah aber gerade in diesem Fall „eine große Herausforderung."

Trotz der Annährung wollen die Umweltschützer das Projekt in der Nähe des Elsterbeckens weiter kritisch beobachten. „Wir haben keinen Persilschein ausgestellt", sagte Enrico Vlach vom Ökolöwen. Doch seien Gerüchte aus dem Weg geräumt worden, indem die Beteiligten direkt miteinander gesprochen hätten. Die Naturschützer hatten das Gespräch mit RB gesucht. Sowohl Gudel als auch Rosenthal gaben zu, dass es sinnvoller gewesen wäre, wenn man im Vorfeld mit den Umweltverbänden gesprochen hätte. „Auch wenn das nicht juristisch vorgeschrieben ist", sagte der Umweltbürgermeister.  

Michael Dick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.