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Triathlon-Teams des SC DHfK peilen in Liga zwei das Podium an

Triathlon-Teams des SC DHfK peilen in Liga zwei das Podium an

Für einen kurzen Moment hat der Saal im Bootshaus am Klingerweg etwas von einer Wechselzone. Es herrscht ein hektisches Durcheinander, Sportler streifen sich Shirts und Hosen ab, zwängen sich zügig in ihre engen Einteiler und schlüpfen halb gehend in die Laufschuhe, ehe sie bereit sind für die nächste Disziplin: freundliches Posieren fürs Gruppenfoto.

Bei der offiziellen Teampräsentation der DHfK-Triathleten bleibt das die sportlichste Aktivität.

 Deutlich anstrengender wird es definitiv am 26. Mai. Dann starten die Herren des "Bike24 TriTeamMitteldeutschland" in Gladbeck in die neue Saison der 2. Bundesliga Nord - und bis dahin werden die Athleten nicht nur die Etiketten an ihrer nagelneuen Arbeitsmontur entfernt, sondern auch einen abschließenden Leistungscheck absolviert haben. Die Form zum Start muss schließlich stimmen, soll nach Rang sechs im Vorjahr das von Teamchef Ronny Winkler und Abteilungsleiter Martin Dinse ausgegebene Ziel erreicht werden: ein Platz auf dem Podium.

 Gegen Rang eins und den Aufstieg würden sie sich wohl auch nicht allzu hartnäckig wehren, auch wenn dieser Schritt aus finanzieller wie organisatorischer Sicht vielleicht etwas zu früh käme. "Mein Wunsch ist, bei uns alles noch weiter zu professionalisieren, um die Strukturen kontinuierlich zu verbessern", sagt Winkler. Ein Unterfangen, das aber nicht zulasten der regionalen Verwurzelung der Mannschaft umgesetzt werden soll: "Ich baue lieber auf junge Talente aus Mitteldeutschland, als irgendwelche Profis aus Tschechien oder Polen zu verpflichten."

 Verstärkt wurde das Team dennoch. In Martin Schulz geht der Europa- und Vizeweltmeister im Paratriathlon seit dieser Saison für die Leipziger ins Rennen. Winkler und der unterarmamputierte Triathlet sehen darin unisono "ein Experiment" - für Team wie Sportler gleichermaßen. Schulz' Rad wurde modifiziert, damit Vorteile auf der Strecke ausgeschlossen werden konnten und der Verband grünes Licht für die Liga-Teilnahme gab. Die fünf Wettkämpfe in Gladbeck, Berlin, Eutin, Grimma und Witten sind für Schulz kleine Schritte auf dem Weg zum großen Ziel: die Paralympics in Rio 2016.

 Die Frauen gehen indes unter einem neuen Namen in die Bundesliga-Saison - mal wieder. "In guter alter Tradition wechseln wir jedes Jahr den Hauptsponsor", so der Versuch Dinses, die fehlende Kontinuität mit Humor zu nehmen. Immerhin kann der neue Partner Medica-Klinik nicht nur für eine Finanzspritze, sondern im Notfall auch für medizinische Injektionen oder physiotherapeutische Hilfe sorgen. Das Team um Manager Steffen Bittner und Kapitänin Nicole Schuldt hat ähnliche Ambitionen wie die Männer. Platz drei ist auch für sie das Minimalziel.

 Das Landesliga-Team der Männer sowie das Regionalliga-Team der Frauen sollen den Bundesliga-Mannschaften dabei als stabiler Unterbau dienen. "Dort wollen wir verstärkt jungen Athleten die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren und heranzutasten", erklärt Winkler. Um Erfahrung in allen drei Teildisziplinen zu sammeln - und natürlich auch dazwischen, in der Wechselzone.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2013

Matthias Mischo

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