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Trio um Ex-Sportbürgermeister Tschense kündigt Förderverein des Olympia-Stützpunktes

Trio um Ex-Sportbürgermeister Tschense kündigt Förderverein des Olympia-Stützpunktes

Das Wohl der Athleten liegt ihnen am Herzen, beteuern alle. Doch zulasten der Leipziger Olympia-Hoffnungen für Rio 2016 wird seit geraumer Zeit ein Kampf ausgetragen, bei dem es um Befindlichkeiten, Misswirtschaft, Vorwürfe und Kommunikationsdefizite geht.

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Leipzigs früherer Sportbürgermeister Holger Tschense (SPD).

Quelle: André Kempner

Leipzig. Vor diesem Hintergrund haben jetzt drei Vorstandsmitglieder des Vereins zur Förderung des Olympiastützpunktes ihre Mitgliedschaft gekündigt. Ex-Sportbürgermeister Holger Tschense, Uwe Bierey (BMW) und Karsten Junghans (TUTUS) führen gewichtige Gründe an, die sie zu diesem "schmerzlichen Schritt" veranlassten.

"Unsere Mitarbeit war nicht wirklich gefragt, wir wurden regelmäßig vor vollendete Tatsachen gestellt. Kritische Hinweise sind vom geschäftsführenden Vorstand offenbar nicht gewollt", moniert Holger Tschense, seit 2011 Präsident des Sächsischen Radfahrer-Bundes. Besonders der Umgang mit Axel Lobenstein sei unwürdig gewesen. Zum Verständnis: Ende Januar wurde ein neuer Vorstand gewählt. Hendrik Dohrmann übernahm das Ehrenamt von Messechef Martin Buhl-Wagner. Mitte Mai erhielt der frühere Weltklasse-Judoka Lobenstein, Geschäftsführer der Olympia-Sport Leipzig GmbH (OSL) und des Fördervereins des Olympiastützpunktes, die fristlose Kündigung. Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht läuft noch. Ehrenamtlich wird die vor der Insolvenz gerettete OSL von Kerstin Gottschalk und Michael Luda geführt.

Frischer Wind oder doch unruhiges Fahrwasser? Rechtsanwalt Dohrmann sieht die Vorwürfe im Schreiben der ausgetretenen Drei als "völlig aus der Luft gegriffen". Alle wichtigen Entscheidungen seien einstimmig getroffen worden, die kompletten Kontounterlagen einsehbar gewesen. "Die Konsolidierung des Fördervereins ist zwischenzeitlich so weit fortgeschritten, dass wir den Athleten 2015 eine Förderung von zirka 100.000 Euro zugesagt haben. Dies entspricht fast dem sechsfachen Betrag der vergangenen Jahre, als mehr als 70 Prozent des Vereinsbudgets für Personal- und Gehaltskosten verwendet wurden."

Die momentane Gemengelage, zu der auch das Thema 22. Mitteldeutscher Olympiaball am 27. März 2015 gehört, rief Olympiastützpunkt-Chef Winfried Nowack auf den Plan. Der 60-Jährige hat sich vor der morgigen außerordentlich einberufenen Vorstandssitzung klar positioniert. "Die eingeschlagene Neuausrichtung trägt der OSP weiter mit. Mit Hilfe alter und neuer Partner soll dieser Weg konsequent gegangen werden." Nowack betonte, dass die Hauptsponsoren Sparkasse und VNG weiter im Boot sind. Die Entscheidung für eine finanzielle Unterstützung des Top-Teams Rio steht allerdings noch aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2014

Kerstin Förster

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