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Triumph im Nebel-Derby: Icefighters gewinnen in Halle

Eishockey Triumph im Nebel-Derby: Icefighters gewinnen in Halle

Das Derby lockt die Fans: Rund 600 Leipziger machten sich mit den Icefighters auf nach Halle und feierten am Ende einen weiteren Derbysieg.

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Halles Goalie Sebastian Albrecht kann hier noch gegen Icefighters-Stürmer Bradley Snetsinger (r.) klären.

Quelle: Holger John

Halle. Heimspiel-Atmosphäre auf dem gegnerischen Eis – das gibt es auch im Eishockey nicht allzu oft. Genau das erlebten die Icefighers aber Sonntagabend im ausverkauften Sparkassen-Eisdom bei den Saale Bulls Halle. Rund 600 Leipziger Anhänger hatten sich auf den kurzen Weg über die Autobahn gemacht, um ihre Mannschaft lautstark nach vorne zu peitschen. Und sie wurden mit einem hochdramatischen 3:2-Sieg nach Verlängerung (1:0, 1:2, 0:0, 1:0) für ihre tolle Unterstützung belohnt. Es war der siebte Derbyerfolg hintereinander. „Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn“, war Icefighters-Boss André Krüll völlig aus dem Häuschen. In der Tabelle hielt seine Mannschaft damit Anschluss an die Hallenser.
Beide Teams tasteten sich zunächst vorsichtig ab, dann nutzen die Leipziger gleich das erste Powerplay zur Führung. Hannes Albrecht und Snetsinger setzten Jake Johnson in Szene, der eiskalt einnetzte (5.). In der Folge erarbeiteten sich die Bulls ein leichtes Chancen-Plus. Weder Christopher Gard (7.) noch Jörg Wartenberg (14.) konnten vollenden.
Dann kam der Nebel. Über den gesamten weiteren Spielverlauf (drei Stunden!) hinweg wurden die Akteure zehnmal von den Schiedsrichtern zur „Eisdisco“ geladen. Weil sich wegen der relativ milden Außentemperaturen und aufgrund des Regens Schwaden auf der Eisfläche bildeten, mussten die Teams vor 2500 Zuschauern geschlossen zum Kreislaufen antreten, um für klare Sicht zu sorgen. „Einen Spieler können sie uns wegkaufen, aber für ein ordentliches Belüftungssystem haben sie kein Geld“, giftete Krüll in Anspielung auf den umstrittenen Wechsel von Verteidiger Kai Schmitz in der Vorwoche.
Spielerisch gab es zunächst wenig Grund für Ärger: Nach 27. Minuten vollendete erneut Johnson im Konter, nachdem Schlussmann Sebastian Albrecht den Schuss des mitgelaufenen Florian Eichelkraut noch abblocken konnte.
Eichelkraut musste wenig später mit einer schweren Prellung des Unterarms runter – er hatte einen Schuss voll abbekommen. Eine Schlüsselszene. Prompt nutzte Halle die 5:3-Überzahl und konnte auf 1:2 verkürzen (32.). Die Icefighters standen kurz neben sich – mit Folgen: Philipp Gunkels 2:2 nur eine Minute später stellte den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf. „Bis dahin ist es sehr gut gelaufen, dann kam der Spieler für Florian etwas spät rein und wir haben uns leider noch einen Fehler geleistet“, erklärte Coach Sven Gerike. Nun waren auch die Fans der Rot-Schwarzen langsam aufgetaut. Und zwischendurch gab es immer wieder „Eisdisco“.
Im Schlussabschnitt war die Angst, ein möglicherweise vorentscheidendes Tor zu kassieren auf beiden Seiten größer als der Mut zum Risiko. Verlängerung!
Als alle schon ans Penaltyschießen dachten, krönte sich Hannes Albrecht mit seinem Tor 13,8 Sekunden vor Schluss zum Derby-König. Was für ein Drama!
Nach dem eher lockeren Heim-8:2 gegen die Black Dragons aus Erfurt am Freitag war es für die Icefighters ein nahezu perfektes Wochenende. „Ich bin mit der Punkteausbeute sehr zufrieden“, lobte Gerike seine Mannschaft.
Torfolge: 0:1 Johnson (5.), 0:2 Johnson (27.), 1:2 Langhammer (32.), 2:2 Gunkel (33.), 2:3 Albrecht (65.)

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