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Trotz „Fahrlehrer“ Frentzen: Sven Hannawald fährt in Oschersleben am Limit

Trotz „Fahrlehrer“ Frentzen: Sven Hannawald fährt in Oschersleben am Limit

Ein Speed-Junkie ist Sven Hannawald nicht. Der Team-Olympiasieger und Vierschanzen-Tournee-Gewinner setzt lieber auf Konstanz und Detailarbeit, auch wenn beim ADAC GT Masters die pfeilschnellen Rennboliden an ihm nur so vorbeirauschen.

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Heinz-Harald Frentzen (rechts) und Sven Hannawald bei den Renn-Vorbereitungen.

Quelle: dpa

Oschersleben. „Ich habe eigentlich von Anfang an gemeint, dass ich am Limit fahre, aber da sind ständig rechts und links welche an mir vorbeigefahren, also konnte es ja nicht so sein. Ich glaube aber, das sich mein Limitdenken nach vorne entwickelt hat und ich merke, ich kann jetzt schon ein wenig schneller fahren, obwohl das Auto unruhig ist“, meinte der 36-Jährige, der am Osterwochenende in Oschersleben mit seinem neuen Partner Heinz-Harald Frentzen nur auf Rang 19 kam und dann im zweiten Rennen mit Getriebeschaden ausfiel.

Die Platzierung bei der ersten von insgesamt acht Rennstationen sei jedoch sekundär. „Den Abstand zur schnellsten Runde so maximal wie möglich zu verkürzen. Ich weiß nicht, wo meine Reise hinführt und wo wir mal enden werden“, sagte „Hanni“ schmunzelnd. Sein neuer „Fahrlehrer“ weiß aber genau, wo es lang geht. „Eine Sekunde dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, die er über meine Erfahrung wettmacht“, meinte der ehemalige Formel-1-Vizeweltmeister, während Hannawald konterte: „Im Abstand zu dir oder schneller?“

Der erfahrene Frentzen, der nach seinem Formel-1-Ausstieg 2003 noch drei Jahre lang professionell im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) unterwegs war und sich danach für ein Hybrid-Projekt engagierte, weiß um die Schwere der Aufgabe: „Sven kommt von der anderen Seite. Zwar kommt er als Profisportler, der gelernt hat, sich detailliert mit Technik auseinanderzusetzen, doch ihm fehlt die Erfahrung, die tausende Runden, die wir schon gedreht haben als Profisportler. Daher ist es wichtig, dass er verschiedene Perspektiven bekommt. Das Fahren an sich, sich auch im Kopf vorstellen kann. Man braucht die Erfahrung, dass man Kurven auch mal anders betrachtet. Das ist eine Art Vision, die man auch im Kopf erstmal entwickeln muss.“

Dabei will der Wahl-Monegasse ihm helfen. Bei gemeinsamen Testfahrten auf dem Hockenheimring oder auf dem „Circuit Paul Ricard“ im französischen Le Castellet feilten sie bereits gemeinsam an der Ideallinie. „Jetzt brauche ich meine Ansagen, da ich merke, dass ich das Gefühl noch nicht habe, wo ich die Sekunden suchen kann. Daher bin ich froh, dass ich einen Profi an meiner Seite haben“, sagte Hannawald, während „HHF“ meinte: „Ich wäre verdammt stolz, aber auch furchtbar traurig, wenn er es schaffen würde, Ende der Saison schneller zu sein als ich.“

Nach den ersten beiden Rennen in Oschersleben haderte der Quereinsteiger („Ich habe jetzt nicht drei Freiminuten pro Runde, nur weil ich in meiner früheren Sportart irgendetwas gewonnen habe“) mit sich: „Ich habe mich irgendwie an einem Punkt festgefahren, wo ich nicht mehr weiter kam. Ich weiß, woran es liegt, traue mich aber noch nicht“, sagte Hannawald nach Rang 19 selbstkritisch und betonte:

„Übers Limit hinauszugehen bringt nichts, tut nur weh. Das macht man ein, zweimal in der Jugend, dann weiß man, wo die Grenze ist. So ist es auch mit dem Auto.“

Frank Kastner, dpa

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