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Turmspringer mit schwerer Serie

Turmspringer mit schwerer Serie

Beide hätten sich von der Zehn-Meter-Plattform mit den haushohen Favoriten Patrick Hausding/Sascha Klein, den Olympiazweiten von Peking, messen und hinter den Top-Favoriten zumindest um Silber springen können.

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Dominik Stein

Quelle: Christian Nitsche

Eher durch Zufall erfuhr der Leipziger vergangene Woche, dass Barthel von seinem Trainer bei der Heim-DM ein wenig geschont werden soll. So muss Dominik Stein bis Samstag warten, ehe er im Einzel vom Turm um die Medaillen kämpfen darf. Dies gelang ihm bei den Winter-Titelkämpfen im Februar in Berlin als Meister bereits mit Bravour. Und auch im Sommer stehen die Chancen nicht schlecht: Denn die drei Olympiastarter Hausding, Klein und Martin Wolfram verzichten. Wolfram hatte sich im Olympiafinale von London die Schulter ausgekugelt und wird langsam vom Brett neu aufgebaut. Wann er wieder auf den Turm klettern darf, steht in den Sternen.

Die Wartezeit bis Samstag hat vielleicht auch für Dominik Stein etwas Gutes: Denn zum einen kuriert er gerade eine Lendenwirbelverletzung aus. Die zog er sich vor einigen Wochen beim Eintauchen des Rückwärtssaltos zu, als er versehentlich die Körperspannung zu früh aufgab. Zudem ist die DM der Erwachsenen für ihn kein Quali-Wettkampf, sondern eine Durchgangsstation für die Junioren-EM im Juli in Posen. Im fünften und letzten Anlauf hat es für den 18-Jährigen endlich geklappt mit einem JEM-Ticket. "Die besten Chancen hatte ich vor drei Jahren in der B-Jugend", erzählt das Leichtgewicht, das trotz "Fress-Attacken", wie er sagt, bei 1,72 m nur 55 Kilo wiegt. Als er 2010 eigentlich zur Junioren-EM wollte, kletterte er auf einem Baum herum, brach sich beim Absturz die Schulter und musste ein halbes Jahr aussetzen.

Diesen Rückstand hat er längst aufgeholt. Mittlerweile springt das Talent eine schwere Serie, mit der in Posen eine Medaille drin ist. Und wenn der angehende Sportsoldat noch ein, zwei weitere Sprünge wie den viereinhalbfachen Salto vorwärts hinzufügt, kann er mit Fug und Recht Olympia 2016 in Angriff nehmen.

Für seinen Klubkollegen Stephan Feck wird es morgen ernst, wenn vom 3-m-Brett die EM-Tickets für Rostock (18. bis 23. Juni) vergeben werden. Heute ist der SC DHfK zwar ohne Feck, aber trotzdem mit fünf Frauen und zwei Männern vom 1-m-Brett vertreten. Der Ausgang ist völlig offen. Auch wenn es sich um eine nichtolympische Disziplin handelt: Bei der EM an der Ostsee sowie der WM in Barcelona und der Universiade in Kasan wird vom Einer gesprungen. Es lohnt sich also, voll anzugreifen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2013

Frank Schober

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