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USC-Basketballer mit toller Moral

USC-Basketballer mit toller Moral

Die Uni-Riesen sind derzeit nicht zu schlagen. Vor 650 Zuschauern in der Arena besiegte der Leipziger Basketball-Zweitligist in der Pro A den Gast aus Essen in einem aufopferungsvollem Kampf mit 90:86 nach Verlängerung.

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Kurz vor Saisonende steigt die Euphorie bei den USC-Basketballern und ihren Fans: Kevin Schaffartzik umarmt seinen Mitbewohner Nick Freer, Walter Simon (l.) freut sich mit dem Duo.

Quelle: Christian Nitsche

Ein Dreier von Geoffrey McCammon Sekunden vor Schluss hatte den USC in die fünfminütige Verlängerung gerettet. Es war der fünfte Erfolg in Folge. Die Klasse können die Uni-Riesen nicht mehr halten, da der Protest von Jena gegen die Niederlage in Crailsheim abgewiesen wurde. Mit zwei weiteren Siegen in dieser Woche könnte das Schlusslicht aber noch auf den vorletzten Platz klettern.

"Wir haben nicht das gezeigt, was uns in den letzten Spielen so stark gemacht hat", ärgerte sich USC-Trainer Martin Scholz über den Rückstand, dem die Leipziger die gesamte Partie über hinterherliefen. Nach einem guten Auftakt (6:0) verloren die Leipziger ihre Spielstruktur und gerieten schnell ins Hintertreffen. Sie blieben es bis kurz vor Ende.

Die Essener waren agiler, vor allem unter dem Korb präsenter. Auffällig war auch eine magere Trefferquote aus dem Feld, die Uni Riesen brachten es zur Halbzeit auf nur 33 Punkte, der Gast auf 42. Für jedes Aufbegehren, dass vom Gastgeber ausging, hatte der Kontrahent die passende Antwort parat. Jede Aufholjagd wurde, vor allem durch die körperliche Stärke der Gäste, im Keim erstickt. Doch wenn die Leipziger in Erscheinung traten, dann zumeist über Spielmacher Adam Sollazzo und Nick Freer. Die beiden Amerikaner erzielten mit ihren je 26 Punkten mehr als die Hälfte der Gesamtpunktzahl.

"Die letzten fünf Minuten haben wir plötzlich das gespielt, was wir können", erklärte Scholz wie die Begegnung kippen konnte. Erst in der zweiten Hälfte des letzten Viertels hatten die Riesen mit der Aufholjagd begonnen (61:75) - bis 17 Sekunden vor Schluss trennten beide Teams dann noch drei Punkte. Der Dreier wurde fast mit der Schlusssirene verwandelt und die Halle, gut gefüllt zum Tag des "Kids Day", feierte frenetisch ihre Mannschaft. In der Overtime behielten die Gastgeber die Nerven und setzten sich souverän durch.

"Es ist wirklich unglaublich, was hier passiert", strahlte Walter Simon nach dem Spiel und fügte an: "Jetzt haben alle Angst vor uns." Mal sehen, ob dies auch auf Spitzenreiter Vechta zutrifft - dort spielt der USC am Gründonnerstag.

Währenddessen machte sich Kevin Schaffartzik schon über die Zukunft und den wahrscheinlichen Abstieg Gedanken. "Wenn es nach dem Wohlbefinden ginge", sagte der 24-Jährige, "dann würde ich sofort verlängern." Die Stimmung sei großartig, der Zusammenhalt immens. Aber Basketball ist auch ein Geschäft. USC: Freer 26, Sollazzo 26, Simon 19, McCammon 7, Schaffartzik 6, Tyrna 4, Spalke 2, Beier, Heinrich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.03.2013

Konstantin Schönfelder

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