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Überraschung zum Regionalliga-Auftakt: RB Leipzig trennt sich 1:1 von Türkiyemspor

Überraschung zum Regionalliga-Auftakt: RB Leipzig trennt sich 1:1 von Türkiyemspor

„Willkommen in der Realität“: Was viele der 4028 Zuschauer am Freitag in der Red-Bull-Arena dachten, sprach RB-Trainer Tomas Oral nach dem Spiel gegen Türkiyemspor Berlin aus.

Leipzig. Sein Team war gerade über ein 1:1 gegen den Fast-Absteiger der Vorsaison nicht hinausgekommen. „Der Gegner war nach 70. Minuten mausetot“, hatte Oral beobachtet. Was in der Schlussphase einige seiner Spieler gezeigt hätten, sei enttäuschend gewesen.

Trainerkollege Taskin Aksoy hatte sofort eine Erklärung für den ausbaufähigen Fitnesszustand seiner Spieler parat. „Unser Kader ist erst seit einer Woche komplett zusammen“, erklärte der Coach der Kreuzberger. Konditionell gebe es deshalb noch Defizite. Dennoch hat er vor dem Anpfiff seine Rolle als Motivator in der Kabine hervorragend ausgefüllt. „Wir müssen an uns glauben, dann holen wir auch drei Punkte“, vermittelte Aksoy da seinem Team.

Am Ende war er aber auch mit einem Zähler zufrieden, für den Klassenerhalt, wie er betonte. An diesem Ziel will er auch nach dem Auftritt in Leipzig nicht rütteln. „Wir haben nicht mal einen eigenen Trainingsplatz“, so der Gästetrainer. Da hatte Tomas Oral seinen Humor schon wiedergefunden. „Wir auch nicht“, konterte er und hatte die Lacher auf seiner Seite.

In den nächsten Übungseinheiten gibt es nun vor allem zwei Punkte auf dem Aufgabenzettel der RB-Spieler: Abschlussschwäche beheben und mit Druck umgehen.

Dabei dominierte RB die Auftaktpartie in der Regionalliga über weite Strecken. Nico Frommer hatte gleich in der 6. Minute und Carsten Kammlott fünf Minuten später beste Gelegenheiten zur Führung. Beide schlossen aber zu ungenau ab. „Wenn wir da unsere Chancen reinmachen und in Führung gehen“, dann laufe das Spiel ganz anders, ist Kammlott nach dem Abpfiff überzeugt.

Die Überraschung fiel dafür in der 12. Minute auf der andere Seite: Nach einem 35-Meter-Freistoß war Christian Schalle für den Fastabsteiger aus der Vorsaison zur Stelle und köpfte den Ball beim ersten gefährlichen Gästeangriff über RB-Torhüter Sven Neuhaus zum 0:1 ein. Türkiyemspor zog sich danach sofort wieder in die eigene Abwehr zurück. Fortan das gleiche Bild: RB machte das Spiel, die Berliner Kiezfußball spekulierten auf Konter und Standards und bleiben mit dieser Taktik gefährlich.

Die Gastgeber erarbeiteten sich eine Chance nach der anderen. Eine Auswahl: Kammlott schob den Ball in der 22. Minute zu Frommer in den Strafraum durch. Der Stürmer war einen Schritt zu spät. Tom Geißler zielte fünf Minuten später aus 20 Metern knapp am Tor vorbei, Thomas Kläsener schoss in der 34. Minute nach einer Ecke aus zehn Metern über den Kasten.

Dazwischen die Nadelstiche der Gäste: Gökhan Ahmetcik prüfte in der 26. Minute Neuhaus mit einem 32-Meter-Geschoss, Fatih Yigitusagi kam nach einer einfachen Körpertäuschung aus elf Metern zum Schuss, traf aber nur den RB-Keeper. „Da hätte er das 2:0 machen müssen“, trauerte Aksoy der vergebenen Chance nach.

Genau im Gegenzug dann die Erlösung für die 4028 Fans im Stadion - Türkiyemspor-Fans waren nicht auszumachen - durch Steven Lewerenz. Der Neuzugang von der Reserve des Hamburger SV wurde im Mittelfeld nicht angegriffen und traf völlig freistehend aus 20 Metern zum Ausgleich.

Gleiches Bild in der zweiten Hälfte: RB erarbeitete sich weiter Chancen, ließ aber beste Gelegenheiten aus. Daniel Frahn verfehlte in der 59. Minute aus neun Metern das Gehäuse, Stefan Kutschke setzte in der 80. Minute den Ball daneben. Die Gäste kamen nur selten gefährlich vor den Kasten von Neuhaus, hatten aber durch Kadir Erdil in der 72. Minute die große Gelegenheit zur erneuten Führung. Der Berliner setzte den Ball an den Pfosten. Die letzte Chance des Spiels vergab RB-Kapitän Tim Sebastian. Sein Kopfball nach einer Ecke flog in der Nachspielzeit über das Tor der Gäste.

„Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren, nächste Woche geht es weiter“, sagte RB-Torhüter Neuhaus. Dann heißt der erste Auswärtsgegner bei einem weiteren Flutlichtspiel am Freitag Eintracht Braunschweig II.

RB Leipzig:

Neuhaus, Kläsener, Rost (79. Baier), Sebastian, Kamlott, Frahn, Ismaili, Müller, Frommer (65. Kutschke), Geißler, Lewerenz (70. Watzka).

Türkiyemspor Berlin:

Köhlman, Schalle, Austermann, Erdil (76. Cabuk), Steinwarth, Dikmen, Yigitusagi, Boachie (67. Karaduman), Turan, Ahmetcik, Kapan (49. Dogan)

Tore:

0:1 Schalle (12. Minute), 1:1 Lewerenz (40.)

Zuschauer:

4028

Schiesdrichter:

Achmüller (Bad Füssing)

Matthias Roth

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