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Uni-Riese Walter Simon: "Jetzt könnten die Playoffs starten"

Uni-Riese Walter Simon: "Jetzt könnten die Playoffs starten"

In der Basketball-Bundesliga sind es noch drei Spieltage bis zu den Playoffs. Diese laufen in den zweiten Ligen auf Hochtouren. Dagegen herrscht bei den Uni-Riesen Ebbe unterm Korb: Da in der Pro A keine Abstiegsrunde gespielt wird, steht der USC seit langem als Absteiger fest.

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Mit durchschnittlich 32 Minuten und 14 Punkten pro Spiel war Walter Simon der wichtigste Uni-Riese.

Quelle: Christian Nitsche

Seit Ostern ist die Saison beendet, die Spieler haben nach einer Abschlussfahrt nach Prag ihre Koffer gepackt, mit Nick Freer hat sich der letzte Amerikaner vorgestern verabschiedet. Und Walter Simon, der Spieler mit den meisten Einsatzzeiten (954 Minuten), kümmert sich um sein Wirtschaftsingenieur-Studium an der HTWK. Im LVZ-Interview lässt der 23-Jährige die verkorkste Saison beim Tabellenletzten Revue passieren.

Frage: Ist bei Ihnen jetzt Wundenlecken angesagt - körperlich und mental?

Walter Simon: Überhaupt nicht. Ich fühle mich eher wie am Anfang der Saison. Unsere fünf Siege in der Endphase haben eine Aufbruchstimmung erzeugt, es fing an, richtig Spaß zu machen. Das hat Energie freigesetzt. Letztes Jahr um die Zeit war ich eher ausgelaugt, jetzt könnten die Playoffs starten. Doch stattdessen ist Schluss. Schade.

Ihr Team lag frühzeitig abgeschlagen auf dem letzten Platz. War es ein verlorenes Jahr?

Ich denke nicht. Es war eine tolle Erfahrung für uns Spieler und den Verein. Nach dem Trainerwechsel im Winter haben wir bewiesen, dass wir zu Recht in der Pro A gespielt haben. Unser Ziel, noch ein paar Spiele zu gewinnen und damit auch die Fans zu versöhnen, haben wir mehr als erreicht. Der ganze Verein hat in dem Jahr viel gelernt.

Zum Beispiel?

Dass man das Team nicht so spät zusammenstellen darf. Das ist ungünstig gelaufen. Es lag sicher nicht nur am Management, sondern auch am Trainer, der bis zum Sommer noch mit der Nationalmannschaft der Slowakei unterwegs war. Wichtig war im Winter, dass der Verein mit Adam Sollazzo einen echten Spielmacher holte, der uns gut in Szene gesetzt und selbst gut gepunktet hat.

Die Zuschauerzahlen gingen trotz des Aufstieges zurück. Warum?

Das lag sicher an unseren vielen Niederlagen und daran, dass wir keinen festen Termin hatten, sondern häufig auf Dienstag oder Donnerstag ausweichen mussten. 200 oder 300 Zuschauer sind für die Pro A viel zu wenig. Am schlimmsten war es bei unserem Heimspiel in Dessau. Da dachte ich, Bezirksliga wird angepfiffen. Aber als wir endlich gewonnen haben, waren viele Fans wieder da.

Was lief unter Trainer Ivan Vojtko falsch?

Es hat einfach nicht gepasst zwischen ihm und der Mannschaft. Ich selbst kann mich nicht beschweren. Er hat mir vertraut und mir ein paar Tricks beigebracht. Aber andere wie Nick Freer fühlten sich ganz schön runtergezogen. Es war für den Trainer sicher nicht leicht, das erste Mal gegen den Abstieg zu spielen.

Wäre es mit Dimitris Polychroniadis besser gelaufen?

Das lässt sich schwer sagen. Es war die Entscheidung des Managements und der Sponsoren, einen erfahrenen Trainer zu holen. Mit Dimi wäre die Team-Zusammenstellung sicher leichter gewesen. Grundsätzlich sollte man auch einem Trainer die Chance geben, an neuen Aufgaben zu wachsen. Das hat man ja an Martin Scholz gesehen, der ins kalte Wasser geworfen und von Woche zu Woche selbstbewusster wurde.

Wie geht es für Sie persönlich weiter?

Wenn man einmal Pro A gespielt hat, möchte man nicht wieder eine Etage runter. Es waren tolle Erlebnisse, in großen und vollen Hallen wie in Chemnitz, Karlsruhe und Vechta zu spielen. Außerdem konnte ich in der Liga schnell Fuß fassen und meine Werte mindestens halten. Aber das bespreche ich mit meinem Berater und werde es mir in Ruhe überlegen. Denn ich fühle mich in Leipzig sehr wohl und möchte bis zum Bachelor-Abschluss nicht unbedingt die Uni wechseln.

Und danach?

Würde ich gern noch den Master dranhängen. Ein wenig liebäugele ich auch damit, mich ein Jahr mal nur auf Basketball zu konzentrieren und zu schauen, ob ich mich dadurch noch steigern kann. Denn die Statistik zeigt auch: In den Semesterferien bin ich besonders gut drauf. Wenn die Uni läuft, lässt die Leistung etwas nach.

Was machen Sie in der spielfreien Zeit?

Die Pause ist doch recht lang. Ich gehe weiter zum Fitness und werde ein wenig Fußball sowie mit Kommilitonen in der Volleyball-Hobbyliga spielen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Frank Schober

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