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Uni-Riesen Leipzig: Neuer Trainer bereits im Amt – US-Amerikaner Ty Shaw beerbt Martin Scholz

Uni-Riesen Leipzig: Neuer Trainer bereits im Amt – US-Amerikaner Ty Shaw beerbt Martin Scholz

Das ging schneller als erwartet: Die Leipziger Uni-Riesen haben einen neuen Trainer. Ty Shaw, US-Amerikaner mit Wohnsitz in Frankfurt/Main, leitet ab sofort das Training der Leipziger ProB-Basketballer in Liga zwei.

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Ty Shaw (l.), neuer Trainer der Uni-Riesen Leipzig, und sein Vorgänger Martin Scholz.

Quelle: UniRiesen Leipzig

Leipzig. Der 35-Jährige soll als potenziell längerfristige Lösung über das Saisonende hinaus verpflichtet werden und die Nachfolge von USC-Urgestein Martin Scholz antreten.

Beide Seiten sind sich per Handschlag einig, der Vertrag soll in den nächsten 48 Stunden unterschrieben werden. Scholz war fast genau zwei Jahre im Amt und hatte bereits in den vergangenen Wochen angekündigt, sich spätestens ab Februar auf sein Referendariat als angehender Grundschullehrer zu konzentrieren.  

Die beiden Uni-Riesen-Geschäftsführer Christoph Stumpf und Mark Hoffmann legen Wert auf die Feststellung, dass Martin Scholz nicht vom Hof gejagt wurde. Vielmehr scheidet er auf eigenen Wunsch aus. "Hätte ich die Doppelbelastung Referendariat und Trainer auf mich genommen, wäre ich nach zwei Wochen nervlich oder kräftemäßig zusammengebrochen." Gestern überwog bei dem 33-Jährigen nach eigener Aussage Erleichterung. Wichtig sei ihm, nach der Durststrecke der vergangenen Wochen mit einem Erfolg aufzuhören. "Nach dem Sieg am Sonntag gegen Sandersdorf habe ich mir gesagt: Jetzt ist Schluss. Zumal es sich um ein Derby handelte und wir auch das direkte Duell aus Hin- und Rückspiel gewinnen konnten."

"Entscheidung fiel zwischen den Feiertagen"

Bereits im November habe er Stumpf und Hoffmann gegenüber angedeutet, spätestens im Februar aufhören zu wollen. "Meine endgültige Entscheidung fiel zwischen den Feiertagen. Dass es nun bereits mit der Verpflichtung von Ty geklappt hat, ist ein idealer Zeitpunkt. Ab jetzt weht ein anderer Wind an der Seitenlinie, denn Ty ist wesentlich impulsiver als ich", meint Scholz, der seinen Nachfolger gestern in einem dreistündigen Gespräch instruierte und bis Freitag einarbeitet. "Ich übergebe ihm eine intakte Mannschaft, die in den vergangenen Wochen einfach zu viele Fehler gemacht hat. Vielleicht gelingt es Ty mit neuem Input, die Fehler schnell abzustellen."

Bis zu Beginn der Playoffs sind es noch neun Partien, im Moment hat der USC zwei Punkte Rückstand zum achten Platz. Beim Samstag-Heimspiel (19.30 Uhr) gegen die Hertener Löwen werde Scholz "mit einem Bier in der Hand die schönste Sportart der Welt als Zuschauer genießen. Ab dann bin ich nur noch Fan der Mannschaft und werde einen Teufel tun, meinen Senf dazuzugeben."

"Warrior" Shaw kommt aus Hanau

Ty Shaw trug bereits als Spieler den Spitznamen "Warrior" (Krieger), holte in Australien als Center den nationalen Meistertitel und war auch in England sowie in Chemnitz erfolgreich. Dort spielte er zwei Jahre mit dem jetzigen USC-Kapitän Jorge Schmidt zwei Jahre zusammen. "Er ist ein sehr direkter Typ. Wir sind gut miteinander klargekommen, das erwarte ich jetzt auch", so Schmidt, der sich vom schnellen Trainerwechsel überrascht zeigte und zwölf Stunden vor der Mannschaft informiert wurde.

In seiner ersten Station als Coach beim TV Langen wurde er auf Anhieb "Trainer des Jahres". Danach stand er knapp eineinhalb Jahre beim Pro-B-Rivalen Hanau in der Südstaffel an der Linie, wo er auch den jetzigen USC-Spieler Marian Schick betreute. Die Uni-Riesen hatten schon länger ein Auge auf den Coach geworfen und nutzten nun die Gunst der Stunde: Denn Shaw war seit Ende Oktober wieder auf dem Markt.

Frank Schober

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