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Unternehmer will russische Eishockey-Liga nach Leipzig holen – Stadt bestätigt Gespräche

Unternehmer will russische Eishockey-Liga nach Leipzig holen – Stadt bestätigt Gespräche

Spielen Clubs der russischen Eishockey-Profiliga KHL bald auf der Alten Messe? Die Stadt Leipzig hat am Donnerstag bestätigt, dass es erste Gespräche mit dem Unternehmer Stefan Lindner gegeben hat, die Halle 15 zu einer modernen Eishockeyarena umzubauen.

Leipzig. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) sprach gegenüber LVZ-Online von einem „sehr interessanten Vorschlag“ und verwies den in St. Petersburg lebenden Geschäftsmann bereits an den Eigentümer der Halle, das städtische Unternehmen LEVG. Dort steht man den Eishockey-Plänen interessiert gegenüber.

„Wir sind offen für Investoren“, sagte LEVG-Geschäftsführer Reinhard Wölpert, der die Neuigkeiten am Donnerstag selbst aus der LVZ erfahren hat. Bereits seit Monaten steht Wölpert in Gesprächen mit dem HC Leipzig, der die bislang leerstehende Messehalle 15 zu einer Ballsporthalle umbauen will. Die Pläne liegen bereits in der Schublade, bislang wartet der Handball-Bundesligist aber noch auf die erforderlichen Fördergelder vom Freistaat. „Seitdem haben wir nichts Neues mehr gehört“, erklärt Wölpert und betont: „Es gibt bislang keine feste Vereinbarung zur Handball-Halle.“

Eine Anfrage aus St. Petersburg hat Wölpert zwar bislang noch nicht erhalten, das könnte sich jedoch bald ändern: Wie das Rathaus am Donnerstag mitteilte, will der potentielle Investor Lindner Mitte April nach Leipzig kommen, um die Messehalle 15 zu besichtigen und Gespräche mit der LEVG zu führen. „Es gab am Rande eines Handball-Spiels ein erstes Vorgespräch zwischen dem Sportbürgermeister, Herrn Rosenthal, und Herrn Lindner. Dabei hat Herr Rosenthal zugesichert, die notwendigen Ansprechpartner für das weitere Vorgehen zu übermitteln“, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit.

Lindner ist in Leipzig kein Unbekannter. Er lernte als Schüler an der Leipziger Kinder- und Jugendsportschule. Als Aktiver spielte er Volleyball beim damaligen SC Leipzig. In den 1990er Jahren unterstützte er seine frühere Mannschaft als Sponsor in der 1. Bundesliga. Damals versuchte sich Lindner geschäftlich als Fahrzeughändler und betrieb mit einem Chemnitzer Partner eine Unternehmensgruppe mit fünf Firmen.

Der heute 48-Jährige will offenbar auch seine alten Verbindungen zum heutigen Sportgymnasium wieder aufleben lassen. „Er hat sich unser Internat angesehen, das ist aber bestimmt schon ein Jahr her“, sagte Wohnheimleiter Lothar Vogt. Konkrete Vereinbarungen seien aber noch nicht getroffen worden. Vor allem sei keiner der derzeit 124 Plätze im Internat für den künftigen Eishockeynachwuchs geblockt worden. „Das geht auch gar nicht, dafür müsste Eishockey erst Profilsportart bei uns werden“, so Vogt.

Einen Konflikt sieht Rosenthal mit den Leipziger Handballteams offensichtlich nicht. Ob sich Handball- und Eishockey-Nutzung möglicherweise miteinander vereinen ließen, wie beispielsweise bei der multifunktionalen Hamburger O2-World-Arena, müsse man abwarten, sagte er gegenüber LVZ-Online. „Die Details der Pläne, was der Investor genau vorhat, kennen wir noch nicht“, so der Sportbürgermeister. „Prinzipiell muss man aber sehen, wie wir unsere Interessen als Stadt da am besten mit einbringen können.“

HCL-Manager Kay-Sven Hähner bleibt trotz der Eishockeypläne für das von ihm für eine Ballsporthalle favorisierte Gebäude gelassen. "Ich wundere mich nur etwas." Der HCL-Manager erklärt, warum: "Unser Projekt sieht eine Halle mit zwei Spielfeldern und einer Kapazität von 5500 Zuschauern vor. Die Kosten von 13 Millionen Euro sind dabei ziemlich knapp kalkuliert. Wenn ich nun von den Plänen höre, genau diese Halle für 7000 Leute plus Logen und zwei Eisflächen für 5 Millionen Euro umzubauen, dann kann ich nur sagen: Respekt, Respekt. Nach unseren Vorstellungen und Kenntnissen ist das nämlich nicht machbar."

Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handball GmbH, findet die Pläne Lindners interessant und könnte sich eine Doppelnutzung der Messehalle 15 von Eishockeycracks und seinen Handballern grundsätzlich vorstellen. „Mehr als ein erstes Treffen hat es aber nicht gegeben“, sagte er.

nöß/mpu/ukö

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