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Unterwegs für den guten Zweck - 2. Leipziger Frauenlauf zieht 929 Starterinnen in den Zetkin-Park

Unterwegs für den guten Zweck - 2. Leipziger Frauenlauf zieht 929 Starterinnen in den Zetkin-Park

Die erhoffte 1000-Teilnehmerinnen-Marke wurde am Sonntag knapp verpasst, aber auch 929 Starterinnen beim 2. Volksbank-Frauenlauf im Leipziger Clara-Zetkin-Park sind ein starkes Ergebnis.

Leipzig. Die Veranstaltung transportierte neben super Stimmung, gemeinsamer Bewegung und sportlicher Herausforderung eine sehr ernste Botschaft - ein Zeichen für den Frauenschutz zu setzen.

Nicht immer entsprechen im Programmheft ausgeschriebene 5 Kilometer in der Realität exakt 5 Kilometern. Eine Runde beim Frauenlauf ging, im Gegensatz zur ersten Auflage, allerdings tatsächlich über die angegebene Distanz, war nämlich höchst offiziell vermessen. Das freute die ambitionierten Amateurinnen, die stets mit aufs Hundertstel genau justierter Stoppuhr ums Handgelenk akribisch die eigenen Leistungen bilanzieren. Trug allerdings auch dazu bei, dass die Vorjahres-Bestzeit von 18:11 Minuten nicht getoppt wurde. Denn die Strecke durch den blühenden Park maß 150 schweißtreibende Meter mehr.

Das tat aber nichts zur Sache. Denn das Gros der Läuferinnen hatte den Weg zur sonnengefluteten Strecke nicht aus sportlichen Gründen angetreten. Soziale Aspekte standen am Muttertag eindeutig im Vordergrund und die Veranstaltung erneut unter wohltätigem Zeichen. Heißt im Klartext: Ein nicht unerheblicher Teil des Startgeldes ging an "Frauen für Frauen e.V.". Am Ende des Tages freute sich Gesine Märtens, ihres Zeichens Vorsitzende des Vereins, über stolze 7500 Euro für den guten Zweck.

Hauptorganisator Detlev Günz überreichte den Scheck mit sichtlich großer Freude. Ein wenig Enttäuschung konnte der Präsident des BSV AOK, des zweitgrößten Sportvereins der Stadt, allerdings nicht verbergen. Denn insgeheim hatte Günz darauf gehofft, bereits diesmal mit Hilfe des traumhaften Wetters die 1000er-Marke zu knacken. "Das hat leider nicht ganz geklappt", bilanzierte Günz. Dennoch waren die Starterlisten mit insgesamt 929 Namen gut gefüllt.

Etwa die Hälfte der Frauen nahm besagte 5 Kilometer in Angriff. Nach 18 Minuten und 46 Sekunden überquerte Laura Clart als Erste die Ziellinie. Die 16-jährige Leichtathletin vom SC DHfK machte aus dem Lauf ein Heimspiel und ließ der versammelten Konkurrenz mit 46 Sekunden Vorsprung nicht den Hauch einer Chance. "Eigentlich sind die zehn Kilometer ja eher meine Spezialität", verriet die junge Dame, die bald in Jena bei den deutschen Meisterschaften antreten wird. Allerdings habe sie die Strecke erst beim Marathon vor drei Wochen absolviert, entschied sich daher für die kürzere Distanz. "Ein wenig Abwechslung muss schon sein."

Eine gelungene Abwechslung war der Lauf für das vermeintlich schwächere Geschlecht auch für Elisabeth Lanz. Die Schauspielerin, vielen besser bekannt als ARD-Tierärztin Dr. Mertens, wurde von zahlreichen Medienvertretern nach 29:48 Minuten empfangen. Für die ehemalige Leichtathletin, zu Jugendzeiten dreimal österreichische Meisterin, war die Anwesenheit ein "selbstverständlicher Akt der Solidarität". Die Schauspielerin ließ es daher etwas ruhiger angehen. "Ich möchte vor allem zeigen, dass ich mit betroffenen Frauen fühle und sensibilisiert bin für diese Thematik", erklärte sie.

Den Sieg auf der langen Distanz holten sich Carina Schipp, Kathrin Bogen und Sandra Boitz. Das DHfK-Trio gewann Hand-in-Hand nach 42:21 Minuten. Eine schöne Geste, die beim Lauf von Frauen für Frauen durchaus einen gewissen Symbolcharakter besaß.

Daniel Kaiser

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