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Van Vlerken und Bittner gewinnen 34. Leipziger Triathlon

Wettkampf am Kulkwitzer See Van Vlerken und Bittner gewinnen 34. Leipziger Triathlon

Beim Triathlon rund um den Kulkwitzer See im Süden von Leipzig kommen jährlich mehr als 1000 Starter aus dem In- und Ausland zusammen. Am Sonntagvormittag fand die 34. Auflage statt.

Per Bittner und Yvonne van Vlerken haben den 34. Leipziger Triathlon gewonnen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es war ein Bild wie im Schnulzenfilm: Yvonne van Vlerken gewinnt die Konkurrenz der Damen beim Leipziger Triathlon am Sonntag und fällt ihrem Freund Per Bittner in die Arme, der zuvor bei den Männern gesiegt hatte. Ein Küsschen gibt es natürlich auch und viel Gefühl am Ende der 34. Auflage des Kult-Wettbewerbs am Kulkwitzer See.

Für Bittner (32) war es der sechste Sieg beim Leipziger Triathlon und nach einer schwierigen Saison ein versöhnliches Ende. Zuletzt hatte er einige Probleme, weswegen er sich über den Triumph bei seinem Heimtriathlon umso mehr freue, so der gebürtige Leipziger. Seine Freundin, siebenfache Gewinnerin diverser Ironman-Rennen, war das erste Mal sportlich im „Kulki“ unterwegs und besonders von einem großen Fisch überrascht, der ihr zwischendurch über den Weg geschwommen war. „Die Radstrecke ist toll“, meinte die Holländerin nach ihrer Premiere, „ich komme nächstes Jahr gerne wieder.“ Ihre Zeit (2:04:06 Stunden) war auch nicht von schlechten Eltern, zwölf Minuten blieb die 38-Jährige (Spitzname „Dutch Dynamo“) unter dem Ergebnis von Vorjahressiegerin Anja Meichsner, die diesmal den Sprint gewann. Bei den Männern wäre Yvonne van Vlerken gestern übrigens elfe geworden.

Per Bittner wiederum unterbot in 1:52:48 seine Siegerzeit von 2016 um fast 60 Sekunden. Vier Minuten dahinter wurde Christian Otto (Dresden) wie im Vorjahr Zweiter. Paratriathlet Martin Schulz kam erstmals unter die Top 3. Er glänzte besonders auf zwei Rädern – wie Per Bittner fuhr auch der Goldjunge von Rio de Janeiro mit einem Scheibenrad. Nach 17 Kilometern holte er auf dem Rad Christoph-Paul Clauß ein – und schloss später zu Christian Otto auf. Doch „Otti“ lief dem weltbesten Handicap-Athleten auf den letzten Kilometern davon.

So kamen am Ende die Starter mit den ersten drei Startnummern auch in dieser Reihenfolge ins Ziel. „Bei einer Pferdewette hätte man im großen Einlauf eine ganze Menge Geld gewinnen können“, meinte Veranstalter Sven Bemmann mit einem Schmunzeln. Sein Leipziger Triathlon-Verein organisierte das Event für 1400 Sportler wieder souverän, rund 3000 Zuschauer fühlten sich bei angenehmen Temperaturen bestens unterhalten. „Beim Ausstieg aus dem Kulki kam wieder Tour-de-France-Atmosphäre auf“, so Bemmann.

Bemerkenswert: Sechs Athleten der Top Ten starten für Leipzig, acht der zehn haben eine Leipziger Vergangenheit. Aufgrund der kürzeren Strecke und der angenehmen Wassertemperatur galt beim anschließenden Sprint ein Neopren-Verbot. Mit Michael Wegricht und Olaf Ueberschär gab es einen Leipziger Doppelerfolg.

Wegen der Termin-Überschneidung mit der Bundesliga starteten einige Leipziger Asse zur gleichen Zeit in Münster. Bianca Bogen glänzte in einem internationalen Elite-Feld als Gesamt-Neunte und drittbeste Deutsche, Caroline Pohle war sechstbeste Deutsche. Zu viert schlugen sich die Jungs vom Bike24-Team achtbar – ein Streichergebnis konnten sie sich diesmal nicht leisten, es durfte nichts schiefgehen.  John Heiland, Altmeister Christian Kramer, Willy Hirsch und Neuling Rico Bogen kamen als ausgeglichenes Quartett auf die Plätze 43 bis 57. Dies bedeutete einen respektablen 13. Platz unter 16 Mannschaften.

Am „Kulki“ ist nach dem Triathlon vor dem Triathlon. Änderung 2018: Die Meisterschaft der Ärzte und Apotheker wird nicht in LE ausgetragen – dafür gibt es mehr Startplätze für Freizeitsportler.

Beim Triathlon rund um den Kulkwitzer See im Süden von Leipzig kommen jährlich mehr als 1000 Starter aus dem In- und Ausland zusammen. Am Sonntagvormittag fand die 34. Auflage statt.

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