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Verkehrte Welt: "Cottbuser Trio" macht Aue stark

Verkehrte Welt: "Cottbuser Trio" macht Aue stark

Vor der Saison waren die Rollen zwischen Energie Cottbus und Aufsteiger FC Erzgebirge Aue klar verteilt: Die Lausitzer sind in der 2. Fußball-Bundesliga etabliert, die Sachsen kämpfen gegen den Abstieg.

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Der Auer Marc Hensel (r.) gehört zum "Cottbuser Trio". Hier jubelt er mit Enrico Kern.

Quelle: dpa

Aue. Doch die Überraschungsmannschaft aus dem Erzgebirge drehte auf dem Rasen den Spieß um und kämpft immer noch um den Erstliga-Aufstieg. Verantwortlich dafür war vor allem das Trio Marc Hensel, Martin Männel und Jan Hochscheidt, die im Sommer 2008 von Cottbus nach Aue kamen.

Der Traum vom Aufstieg, mit 52 Punkten hat Aue nur drei Zähler Rücksatnd auf Relegationsplatz drei, könnte jedoch schon am Donnerstag (18 Uhr) ausgträumt sein, denn dann treffen beide Teams im Erzgebirgsstadion aufeinander. Das Hinspiel endete mit einem 0:6-Debakel für Aue, denn in Cottbus unterschätzt niemand den sächsischen Underdog, der einen kometenhaften Aufstieg hinlegte. „Ich habe riesengroßen Respekt, was Aue als Aufsteiger leistet. Das ist absolut ungewöhnlich", sagt Energie-Profi Marco Kurth, der von 2000 bis 2008 in Aue spielte und dann in die andere Richtung wechselte.

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Aues Torwart Martin Männel fliegt im Spiel gegen Düsseldorf.

Quelle: dpa

Das Trio Hensel, Männel und Hochscheidt mauserte sich im Erzgebirge zu einzelnen Führungsspielern. Gegen ihr Ex-Team könnten genaus sie den Unterschied ausmachen. „Sie haben sich toll entwickelt. Den größten Sprung hat Jan Hochscheidt gemacht. Er hat bei uns nur ein Jahr im Männerbereich gespielt und sich dann in Aue auf Anhieb durchgesetzt", lobt Detlef Ullrich, Übungsleiter von Energie II.

Auch von Hensel, der mit neun Treffern der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga ist, ist Ullrich überrascht. „Dass sich Marc so schnell als Führungsspieler etabliert, hätte ich ihm in dem Maße nicht zugetraut", erklärt der Trainer. Hensel selbst hat in Cottbus gute und schlechte Zeiten erlebt. „Die jungen Spieler hatten damals den Anschluss an die erste Mannschaft so gut wie geschafft, als es einen Trainerwechsel gab und auf einmal nicht mehr auf den Nachwuchs gesetzt wurde", erinnert sich der gebürtige Dresdner.

Hensel folgte dann 2008 Trainer Heiko Weber nach Aue und hat die Entscheidung nie bereut. „Sie haben mir damals nach meiner Hüftoperation viel Vertrauen geschenkt und das vergesse ich nie", sagt der 25-Jährige. Auch er weiß, was am Donnerstag auf dem Spiel steht. „Wir haben einiges wieder gut zu machen", erinnert er sich an die 0:6-Pleite. Doch die Gäste wollen die Karten um den Kampf des besten ostdeutschen Fußball-Teams noch einmal neu mischen. „Dass sie in der Tabelle vor uns stehen, hätten wir uns natürlich anders vorgestellt", sagt Kurth. Bei einem Sieg würde Energie bis auf einen Punkt an Aue heranrücken.

dpa

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