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VfB Chemnitz gibt Oberliga-Unterlagen zu spät ab - Markranstädt hofft auf Aufstieg

VfB Chemnitz gibt Oberliga-Unterlagen zu spät ab - Markranstädt hofft auf Aufstieg

Das Titelrennen in der Sachsenliga wurde auf den letzten Metern entschieden, am Ende fehlte dem SSV Markranstädt ein Punkt zum Aufstieg. Den feierte die Fortuna aus Chemnitz, die im Duell gegen Markranstädt vier Punkte holte, dabei im entscheidenden Heimspiel 5:1 triumphierte.

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Markranstädts Trainer Olaf Brosius hofft noch auf die Oberliga.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Jetzt kommt Bewegung in die Aufstiegsfrage, ist eine Aufstockung der Oberliga auf 17 Clubs denkbar. 16 plus 1, weil eine Frist versemmelt wurde ...

Während sich die Chemnitzer Fußballspieler ritterlich schlugen, verschwitzen die Chefs die Frist zur Abgabe der Oberliga-Unterlagen. Das Formular ist eine Art Bewerbung für die fünfte Liga, aus der hervorgeht, das der Verein willens/fähig ist, Oberliga zu spielen. Am 31. Mai lief die Deadline ab, die Fortunen lieferten erst am 10. Juni. Damit war der Aufstieg eigentlich flöten. Eigentlich.

Fortuna-Präsident Stefan Gering sprach höchstselbst beim Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) in Berlin vor, stellte einen Wiedereinsetzungsantrag. Das NOFV-Präsidium entsprach dem Antrag, womit Gering glücklich und Chemnitz zurück in der Oberliga war.

In Markranstädt traf die NOFV-Beurteilung nicht auf Gegenliebe.

Andreas Stammkötter, mit allen Wassern gewaschener SSV-Jurist, legte Beschwerde ein. Dass man in den Rosinen pickend und am Grünen Tisch in die Oberliga will, weist Markranstädt-Manager und Hauptsponsor Holger Nussbaum von sich. "Fristen sind dazu da, eingehalten zu werden. Außerdem ist es ja nicht so, dass uns sportlich Welten trennen." Vielleicht, so Nussbaum, trifft das zuständige Verbandsgericht in Berlin ja ein Urteil, "das allen gerecht wird".

Der entscheidende Mann heißt Jürgen Lischewski, ist Chef des Verbandsgerichtes. Lischewski sitzt in einer Zwickmühle. Wenn er den Einspruch aus Markranstädt verwirft, droht der Gang zu einem ordentlichen Gericht (seitens des SSV). Wenn er dem Einspruch entspricht, droht ebenfalls der Gang zu einem ordentlichen Gericht (initiiert von Fortuna Chemnitz).

Im Vorjahr klagte sich der Heidenauer SV in einem geräuschvollen Landgerichts-Prozess in die Landesliga. Die Nummer zog sich wie Kaugummi, stellte den Verband bloß, sorgte beim NOFV für miese Stimmung. Auf ein zweites Heidenau können sie in Berlin gut verzichten.

Erwähntes salomonisches Urteil könnte nun die Aufstockung der Oberliga von 16 auf 17 Clubs sein. Einspruchsmöglichkeiten würde diese Variante keine bieten. SSV-Macher Nussbaum will sich nicht weiter zu dem schwebenden Verfahren äußern, hofft aber auf eine "faire Entscheidung".

Im Vorortclub wird unabhängig von der Ligazugehörigkeit an der Professionalisierung gearbeitet. Nach Informationen dieser Zeitung wird der Ex-Coach der Markranstädter, Matthias Wentzel, zum Sportlichen Leiter des SSV. Denkbar ist offenbar auch eine Doppelspitze auf der Trainerbank. Das verdiente SSV-Urgestein bleibt an Bord, wird aber wahrscheinlich von einem weiteren Coach unterstützt. Der kleine, aber feine SSV will mittelfristig in die Regionalliga. Die Weichen werden in diesen Tagen gestellt. Im großen Berlin. Und im kleinen Markranstädt.

Guido Schäfer

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