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Vierschanzentournee: Freund zum Auftakt Vierter - Österreich dominiert

Vierschanzentournee: Freund zum Auftakt Vierter - Österreich dominiert

Severin Freund segelte beim Chaos-Auftakt der 60. Vierschanzentournee um Haaresbreite am Podest vorbei, Richard Freitag hatte nach Rang zehn sein Lächeln wiedergefunden - nur Martin Schmitt erlebte eine schwarze Stunde.

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Gregor Schlierenzauer

Quelle: dpa

Oberstdorf. Im Hexenkessel von Oberstdorf bewies Freund am Freitag vor 20.500 Fans starke Nerven und bescherte den deutschen Skispringern mit Rang vier hinter dem Österreicher-Trio Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Morgenstern einen tollen Beginn. Stephan Hocke rundete mit Platz acht den insgesamt gelungenen Tourneestart der DSV-Adler ab.

„Das war ein wirklich guter Auftakt. Drei unter den Top Ten ist schon am oberen Rand. Und Severin war wirklich super. Das Sahnehäubchen wäre gewesen, die drei Zehntel auf den dritten Platz von Morgenstern reinzuholen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster und schickte vor dem Neujahrsspringen eine Kampfansage an die Österreicher: „Wir wollen irgendwann bei dieser Tournee aufs Podest. Heute haben wir dran gekratzt. Vielleicht können wir das in Garmisch nachholen.“

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Oberstdorf. Severin Freund segelte beim Chaos-Auftakt der 60. Vierschanzentournee um Haaresbreite am Podest vorbei, Richard Freitag hatte nach Rang zehn sein Lächeln wiedergefunden - nur Martin Schmitt erlebte eine schwarze Stunde. Im Hexenkessel von Oberstdorf bewies Freund am Freitag vor 20.500 Fans starke Nerven.

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Für den letzten deutschen Podiumsplatz bei der Tournee hatte Schmitt am 4. Januar 2009 in Innsbruck gesorgt. Freund fehlten in dem wegen heftigen Schneefalls zunächst abgebrochenen und am Ende dreieinhalb Stunden währenden Wettbewerb nach Sprüngen auf 129 und 127 Meter nur 0,3 Zähler zu Platz drei. „Das war ein rundum guter Tag. Es passt und macht Spaß“, stellte Freund zufrieden fest.

Schlierenzauer feierte mit Weiten von 133 und 137,5 Meter einen überlegenen Erfolg und untermauerte eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Gesamterfolg. Auch Kofler lieferte mit 133 und 133,5 Meter eine eindrucksvolle Flugshow, fährt aber schon mit einem Rückstand von 18,1 Punkten auf seinen Landsmann nach Garmisch-Partenkirchen.

Hocke strahlte nach seinem tollen Ergebnis über das ganze Gesicht. „Wenn mir das heute Morgen jemand gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte der Thüringer nach Sprüngen auf 122 und 123,5 Meter. Damit lag er sogar vor Freitag, für den in der Gesamtwertung wohl nichts mehr geht.

Der Youngster blieb mit 121 und 122,5 Meter hinter seinen Erwartungen zurück. „Am Ende bin ich mit einem blauen Auge davongekommen. Der Blick auf die Ergebnisliste gefällt mir natürlich besser als zum Anfang, aber es fehlen ein paar Punkte und die Harmonie im Sprung. Da muss mehr Fluss rein“, konstatierte der 20-Jährige.

Für ihn erwies sich der Neustart dennoch als Glücksfall, denn im abgebrochenen ersten Durchgang wäre die große DSV-Hoffnung ausgeschieden. Dieses Schicksal ereilte Schmitt, der auch seine zweite Chance nicht nutzen konnte.

„Das ist extrem ärgerlich, aber die Sonne wird morgen wieder aufgehen. Ich bin mit mir nicht zufrieden, weil ich mir das ganz anders vorgestellt habe. Bei diesen Bedingungen werden Fehler gnadenlos bestraft“, resümierte der 33 Jahre alte Routinier, der nun beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen um den Verbleib in der Tournee kämpfen muss.

Pünktlich zum Auftakt hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet. Heftiger Schneefall ließ den Wettbewerb zu einem sportlichen Drama werden, das die Jury mit dem Abbruch des ersten Durchgangs gerade noch rechtzeitig beendete. „Der sportliche Wert war infrage gestellt und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet“, begründete FIS-Renndirektor Walter Hofer die Entscheidung.

Während Freund die Herausforderung als dritter Springer des Feldes glänzend gemeistert hatte, war neben Freitag und Schmitt auch Schlierenzauer abgestürzt. „Die Jury war nicht zu beneiden, aber sie hat für die Sportart und die Tournee die richtige Entscheidung getroffen“, kommentierte Schuster zufrieden. „Für uns war das gut.“

Ähnlich bewertete Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner den Abbruch: „Da sind Athleten vorgeführt worden, die Aushängeschilder unserer Sportart sind. Deshalb war der Neustart eine gute Entscheidung.“

dpa

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