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Vierter Streich von Annekatrin Thiele bei Regatta in Leipzig - Neues Bootshaus eingeweiht

Vierter Streich von Annekatrin Thiele bei Regatta in Leipzig - Neues Bootshaus eingeweiht

Leipzig, Blindes Verständnis ist den Organisatoren der traditionellen Frühjahrslangstrecke des SC DHfK durchaus nachzusagen. Doch am Sonntag früh fehlte der Durchblick.

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Feierstunde in Burghausen: Siegfried Kaidel, Christoph Hansel, Martin Bücher und Thomas Krümmling (v.l.) präsentierten das Logo des Sparkassen-Ruderzentrums.

Quelle: Christian Nitsche

Nebel-Alarm am Bootshaus Burghausen. "Um die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten, haben wir den Start um eine halbe Stunde verschoben", erklärte Wiking-Präsident Thomas Krümmling als sich bereits die Sonne (tatsächlich) über dem Elster-Saale-Kanal zögerlich zeigte. Aber pünktlich um 11 Uhr strahlte Klärchen, als ginge es um Wiedergutmachung nach dem dunklen Winterkapitel. Wenig später grüßte als nunmehr vierfache Siegerin des Regatta-Klassikers Lokalmatadorin Annekatrin Thiele.

 Mit kurzen Statements und volksnaher Zeremonie vor zahlreichem Publikum wurde das Sparkassen-Ruderzentrum eingeweiht, das weithin sichtbare Schild vom verhüllenden Tuch befreit. "Seit vielen Jahren sind wir schon Partner des SC DHfK und freuen uns, wieder etwas Nachhaltiges für die Region geschaffen zu haben", begründete Sparkassen-Vorstandsmitglied Martin Bücher das Engagement des Geldinstitutes. Bücher selbst hat eine Ruder-Vergangenheit im Neusser RV. "Das war mehr Freizeitvergnügen. Aber wenn man am Rhein groß wird, muss man aufs Wasser." Wie umfassend das Sparkassen-Engagement für den Standort Burghausen ist, wollte Bücher nicht sagen. "Ich nenne keine Zahlen. Nur so viel: Wir haben etwas dazugelegt", formulierte Bücher diplomatisch nebulös.

 Denn mitgezogen hatten weitere Partner schon im Vorfeld des ehrgeizigen, knapp 1,1 Millionen teuren Bootshaus-Neubaus, dessen Richtfest im Februar war. Für die weitere Attraktivität am sächsischen Standort bündelten Bund (418.000 Euro), Land (433.000 Euro), Stadt (Restsumme) sowie Verein (Eigenleistungen) die Kräfte. "Es war ein langer Prozess, für den ein langer Atem gebraucht wurde. Umso mehr freuen wir uns über das Ergebnis", betonte Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruder-Verbandes. Beifall gab es auch von Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes, Landesverbands-Chef Tobias Roßberg, Olympiastützpunkt-Leiter Winfried Nowack und Stadtsportbund-Präsident Uwe Gasch. Der frühere Weltklasse-Ruderer war wie stets in seinem Revier ein interessierter Beobachter - nachdem sich der Nebel gelichtet hatte.

 Die kurzzeitige Wetterstörung nahm Annekatrin Thiele (28) gelassen. Was soll einen nach der Eiszeit auch noch auf die Palme bringen? "Das war kein Problem. Das Ergebnis ist nach den eingeschränkten Freiwasser-Einheiten schon okay", sagte die zweifache olympische Silbermedaillengewinnerin, nachdem ihr nunmehr vierter Sieg in Folge feststand. In 24:37 Minuten hatte Annekatrin Thiele den langen Kanten über die 6 Kilometer hinter sich gebracht. Mit Carina Bär (Heilbronn/24:56), Britta Oppelt (Hellas-Titania Berlin/24:56) und Julia Richter (RC am Wannsee/24:57) folgten auf den Plätzen ihre Mädels aus dem erfolgreichen Londoner Doppelvierer.

 "Es hat wieder geklappt", anerkannte Bundesstützpunkt-Trainerin Angelika Noack die starke Leistung, auch wenn der Ruderergometertest am Sonnabend eine kleine Krisensitzung erfordert hatte. Ohne Verschnaufpause geht es heute für die Leipziger und Dresdner Ruder-Asse ins Trainingscamp nach Tschechien. Die nächste Hausnummer sollte zur 2000-m-Kleinboot-Überprüfung in Duisburg gesetzt werden (19. bis 21. April). Dann hoffen auch die Stützpunkt-Athleten Anne Dietrich (Eilenburg) und Florian Eidam (DHfK) auf erfolgversprechende Resultate, um sich für die U23-Auswahl zu qualifizieren.

 Während einige Champions wie Olympiasieger Philipp Wende aus Wurzen die Nach-Spiele-Zeit für ihr berufliches Standbein nutzen, war Haudegen Marcel Hacker (35) neu motiviert zur Stelle. Der Magdeburger hat noch immer Lust und Laune auf die Ruderei. Gestern belegte er hinter dem Rostocker Stephan Krüger (22:34) mit einer Sekunde Rückstand den zweiten Platz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2013

Gina Apitz

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