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Vitrine voller Pokale: Leipziger Sportoberschule feiert 125-jähriges Jubiläum

Vitrine voller Pokale: Leipziger Sportoberschule feiert 125-jähriges Jubiläum

Sport stand hier schon in den 70er-Jahren mehr im Fokus als an anderen Schulen - in der Sportmittelschule, wie sie seit 2003 offiziell heißen darf. Das Jubiläum der Namensgebung sowie die 125-jährige Geschichte der Schule an der Max-Planck-Straße werden am Donnerstag gefeiert - Anlass genug für einen Besuch.

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Unter anderem mit einem Bühnenprogramm der Schüler sollen die Besucher unterhalten werden.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Im Leben von Jonathan Honecke (16), Franz Semper (16), beide Handballer, und Robin König (17, Ringer) ist alles auf Sport ausgerichtet. Gegen acht Uhr trainieren sie das erste Mal, drücken die Schulbank und stehen am Nachmittag wieder in der Halle oder auf dem Platz, bevor sie an ganz harten Tagen frühstens 21.30 Uhr heimkommen. "Ab und zu sehe ich ehemalige Mitschüler vor meiner alten Schule rauchen und trinken. Für so etwas, haben wir viel zu viel zu tun", sagt Jonathan schmunzelnd. Mit der achten Klasse kam der Junge aus Großenhain auf die (Sport-)Oberschule - wie sich seit diesem Schuljahr alle Mittelschulen Sachsens nennen - um sich neben Mathe und Deutsch aufs Handballspielen konzentrieren zu können. 479 Kinder besuchen die Einrichtung momentan - aus Leipzig, aber auch anderen Ecken Deutschlands. 239 davon sind Leistungssportler wie Jonathan, Robin und Franz - der andere Teil, Kinder mit Affinität zum Sport, mögliche schlummernde Talente.

Eine Vitrine voll mit Pokalen und Medaillen auf dem Flur spiegelt den Erfolg wieder. Spitzensportler wie der Ruderer Martin Menger oder Judotalent Anne Ritt starteten hier ihre Karriere. Vor zehn Jahren hat der Stadtrat den Namen Sportmittelschule verliehen. "Das war ein Bekenntnis zur Schule, das ihre Außenwirkung erhöht hat", sagt Anita Kühn, die im selben Jahr die Leitung übernahm. Seither bildet die Einrichtung mit dem örtlichen Sportgymnasium einen Verbund. Von dem beide profitieren, wie Kühn betont.

Im Fall von Jonathan und den anderen beiden lief alles so wie es sich die Schulleiterin wünscht: "Unser Hauptziel sind gute Noten und tolle sportliche Leistungen", wobei bei ersterem schon mal mit Nachhilfe in den Ferien oder gezielter Prüfungsvorbereitung geholfen werden muss. Bei den drei Jungs passte schließlich beides, so dass sie ihre schulische und damit auch sportliche Karriere am Gymnasium fortsetzen können.

Daraus, dass Verbesserungsbedarf besteht, macht die Schulleiterin keinen Hehl. Direkt vor Ort kann kein Sport gemacht werden. Die Einrichtungen der Stadt aufzusuchen, kostet wertvolle Zeit. Spätestens im Jahr 2017 soll sich das an der neu gebauten Schule an der benachbarten Goyastraße zumindest für einen Teil der 14 Sportarten ändern. In der Planung ist eine Drei-Felder-Halle, die vor allem Volley- und Handballern ein Dach bieten soll. "Dieser Neubau ist keine Selbstverständlichkeit", richtet die 63-Jährige lobende Wort an die Stadt - beste Voraussetzungen für die Zukunft.

Die Schultür steht Donnerstag ab 14 Uhr offen. Eine historische Festschrift kann erworben werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.12.2013

Katharina Schultz

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