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Volle Ausbeute für Hockey-Frauen von ATV - Osternienburg verliert in Leipzig

Volle Ausbeute für Hockey-Frauen von ATV - Osternienburg verliert in Leipzig

In der Ruhe liegt die Kraft, heißt es üblicherweise. Zu viel Ruhe kostet gern auch mal dem geneigten Fan die Nervenkraft, wie es am Sonntagmittag beim Bundesliga-Duell zwischen den jungen Hockey-Damen des ATV und den Spielgefährtinnen aus Osternienburg geschah.

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Den Überblick behalten: ATV-Torjägerin Nadja Ziane (r.) und Team steigern sich gegen Osternienburg und gewinnen mit 6:5.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Leipzigerinnen waren vor gut 100 Zuschauern in der Sporthalle am Rabet erst kaum zu sehen (1:3), dann ging die Post ab und am Ende feierten sie einen verdienten 6:5-Sieg. Mit dem 10:6 (4:2)-Erfolg vom Vortag beim Mariendorfer HC verbesserte sich das Team von Trainer Axel Thieme auf Platz drei der Oststaffel - Durchatmen im Abstiegskampf.

Gesichter können ganze Romane sprechen. Bedröppelt schaute der Thieme-Trupp in die Tiefe der Halle. Interpretation von außen: Wir können es doch besser, warum machen wir es dann nicht? Bis zur Pausenansprache vom Coach blieb das ein Geheimnis der Seinen. "Wir haben so viel Respekt vor Osternienburg. Aber es ist uns gelungen, die Ruhe zu bewahren", freute sich Matchwinnerin Nadja Ziane über das Happy End.

Die 22-Jährige, bereits in Berlin mit vier Toren am Sieg beteiligt, eröffnete am Sonntag in der 42. Minute nach Strafecke mit dem 2:5 die Aufholjagd. Ladehemmung war einmal. Schon eine Minute später gelang der Torjägerin erneut nach Ecke das 3:5, dann wiederum aus dem Standard heraus das 4:5. Die Anhänger spendeten Szenenapplaus, jubelten beim 5:5 von Henriette Kliebes: "Geiles Tor". Als Nadja Ziane zwei Minuten vor Schluss das 6:5 erzielte, war eitel Sonntagsschein. "Das waren wichtige Punkte, wir haben uns als Team gesteigert", wollte die Rechtsanwaltsgehilfin ihre Heldentat nicht in den Vordergrund stellen. Sie wünschte sich für den Rast des Tages nur eins: ein heißes Bad und chillen auf der Couch. Heute geht es munter in der EHG-Kanzlei von Jens Harting, ehemals ATV-Spieler, weiter. "Die Kollegen unterstützen mich sehr, halten immer die Daumen", erzählte eine glückliche Nadja Ziane, die stets auch aktuelle LVZ-Lektüre auf ihrem Schreibtisch vorfindet.

Für Trainer Axel Thieme war es ein aufregendes Wochenende mit voller Ausbeute. Ende gut, mittendrin weniger. So brachte der 44-Jährige am Sonntag in seiner ruhig-bestimmenden Art die Mannschaft auf Kurs. Er ging gegen die äußerst defensiven Gäste volles Risiko und ließ durchgehend ohne Torhüterin spielen. "Nach dem Weckruf zur Pause haben meine Mädchen den Ton angegeben." Das gelingt hoffentlich auch zum Abschlusskonzert am kommenden Wochenende.

ATV:

Pfötsch; Benedix 2, Ziane 8, Wenzel 3, Kliebes 2, Zschieschang 1, Rudolph, Bütow, Wagner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2014

Kerstin Förster

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