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Volleyball-Engel mit Happy End

Volleyball-Engel mit Happy End

Die Flyer liegen eher unspektakulär auf dem Tisch. "Krimi statt Sportschau" wird dem Fan der Engelsdorfer Drittliga-Volleyballerinnen auf dem Papier für die anstehenden Heimspiele bis einschließlich 22. März versprochen.

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Beifall für die Volleyball-Engel: Lok-Coach Ronny Lederer freut sich über den Erfolg seines Teams vor Heimkulisse.

Quelle: Christian Nitsche

Doch die knapp 100 Anhänger der bisher (noch) nicht überzeugenden Lok-Mädels wähnen sich am Samstagabend anfangs im falschen Film (0:7). Es ist die Ruhe vor einem stürmischen und spannenden Oktoberstreifen mit Happy End zum 3:1 (28:26, 14:25, 25:23, 25:20).

Die Volleyball-Engel fühlen sich Kraft ihrer guten Trainingsleistungen und mittels Zuschauerbeistand zur Attacke bereit. Allein das reicht gegen starke Gäste vorerst nicht. Nur Lok-Trainer Ronny Lederer (29) erfüllt den Tatbestand von null auf hundert im Geiste und mit seiner Körpersprache. Die Seinen indes brauchen Anlaufzeit, erst nach einem Viertelstündchen holt die ambitioniert in die Saison gestartete Mannschaft um Spielführerin Sandra Kirsche (31) die erste Führung heraus (17:16). Erstmals knistert es auf dem Parkett, knallhart legen sich Cristina Viabrille, Josefine Seifert, Beate Hein und Christina Heinze ins Zeug. Nach dem dritten Satzball ist der erste Durchgang erfolgreich abgeschlossen.

Während sich das Gros des Publikums die Hände wund klatscht, verfolgt Christopher Louisgang das Geschehen ohne Beifallsspende. Lösung des Falls: Der 23-jährige Lok-Schmetterkünstler (Bezirksliga) trägt die linke Hand in Gips. "Beim vorletzten Punktspiel habe ich mir einen Trümmerbruch im kleinen Finger zugezogen", klärt Louisgang auf und verrät zudem, dass Liebe im Spiel ist. Freundin Jana Suswedyk gehört zum Engel-Team. Auch Andreas Rauschenbach, Vizepräsident im Sächsischen Volleyballverband, leidet und lacht mit den Damen und seinem Herzblatt Beate Hein. Das 1:1 lässt allerdings für Freude wenig Spielraum. Aber laut Flyer ist ja ein Krimi versprochen.

Dritter Satz, beide Teams agieren auf Augenhöhe. Nach spannendem Schlagabtausch gehört das Quäntchen Glück den Lok-Tüchtigen. Der finale Auftritt wird schließlich zum Thriller, weil die Hausherrinnen ihren beruhigenden Vorsprung langsam schmelzen lassen. Doch Regisseur Lederer kann sich in diesem heiklen Moment auf sein Ensemble verlassen. Das Wir-Gefühl als Motor.

"Wir haben ein gutes Mannschaftsgefühl. Auch den Mädels außen gebührt ein großes Lob", anerkennt der Coach. Kritisch bewertet er den Aufschlag ("zu wacklig, nicht hart genug") und fehlendes Aufbäumen bei Rückstand ("mehr Emotionen"). Läuft es aber für die Lok, "dann spielen wir Volleyball".

Für die internationale Note im Engelsdorfer Mannschaftsgefüge sorgt weiterhin Cristina Vilabrille (Position Außen/Annahme). "Wir müssen von Anfang an mutiger spielen und dürfen nicht so nervös sein", sagt die Spanierin, die ums Potenzial der hoch motivierten Truppe weiß.

Für das nächste Heimspiel am Sonnabend gegen Spitzenreiter Dresdner SSV (18.30 Uhr) lautet wieder die Ansage: Krimi statt Sportschau. Wer sich brennend dafür interessiert, bekommt dazu heiße Informationen rund um den Brandschutz. Großes Kino: Die Freiwillige Feuerwehr Leipzig-Engelsdorf wird anrücken.

Lok Engelsdorf: Suswedyk, Heinze, Vilabrille, Kuhrig, Schmidt, Voß, Mann, Hein, Seifert, Scheer, Kir

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2013
Kerstin Förster

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