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Vom Sündenbock zum Torhelden: Aues Novikovas bügelt Fehlstart aus

Vom Sündenbock zum Torhelden: Aues Novikovas bügelt Fehlstart aus

Vom Sündenbock zum gefeierten Torhelden: Arvydas Novikovas hat mit seinen beiden Traumtoren zum 2:1 (0:1) gegen den FC Energie Cottbus den FC Erzgebirge Aue zum dritten Saisonsieg in der 2. Fußball-Liga geschossen.

Aue. „Er ist schnell, stark im Dribbling und verfügt über einen sensationellen linken Fuß“, lobte Trainer Falko Götz den litauischen Nationalspieler.

Damit hat der Neuzugang seine Fehlstart vom Saisonbeginn ausgebügelt. Denn in seinem ersten Zweitliga-Spiel in Deutschland sah Novikovas gleich Gelb-Rot. Innerhalb von nur sechs Minuten holte er sich bei der Partie in Ingolstadt zwei Karten ab. Eine davon, weil er einen Freistoß zu früh ausführte. So musste die Mannschaft seinen Fauxpas in der zweiten Halbzeit zu zehnt ausbaden. „Das war nicht gut, aber ich habe daraus gelernt und will nun nur noch durch fußballerisch gute Aktionen auf dem Feld überzeugen“, erklärte der 22-Jährige.

Beim 2:1-Sieg am Freitag war der Litauer der auffälligste Mann auf dem Platz. Er lief, ackerte, flankte und holte selbst Freistöße heraus. Angesprochen darauf, was Götz seinem Matchwinner in den Tee getan habe, bewies der Coach Humor. „Tee? Ich weiß gar nicht, ob er das trinkt. In Litauen wird Wodka getrunken, aber das hat er hoffentlich nicht gemacht“, scherzte der Trainer.

Falko Götz hält große Stücke auf seinen Mittelfeldspieler, findet aber auch noch genug Ansatzpunkte für Kritik. „Er hat genau das gezeigt, was er in der Vorbereitung schon angedeutet hat. Wir arbeiten jeden Tag mit ihm, damit er die Balance zwischen riskanten Zweikämpfen im Bereich 25 Meter zum Tor, aber auch im Mannschaftsspiel Höhe Mittellinie findet. Dort hat er uns in letzter Zeit noch zu viele Bälle verloren“, urteilte der Trainer.

Dem 51-Jährigen gelang mit der Aufstellung des Linksbeiners auf der rechten Offensivbahn ein taktisch kluger Schachzug. Auch wenn zwischen beiden Akteuren Welten liegen, so sollte Novikovas in Manier von Arjen Robben agieren. „Erstens hat er es nicht so weit zu den Freistößen, zweitens soll er mit den Dribblings immer wieder nach innen ziehen und dort für Gefahr sorgen. Das, was ich von ihm gefordert habe, hat er gebracht und toll umgesetzt“, erklärte Götz.

Nicht nur der Coach, sondern auch Stürmer Jakub Sylvestr ist von seinem neuen Mitspieler angetan. „Wir verstehen uns auf und außerhalb des Platzes. Er ist ein sehr guter Kicker, das hat man gesehen. Er beherrscht das Eins-gegen-Eins, dribbelt stark und hat einen super Schuss. Er schafft Räume für uns und das ist enorm wichtig“, lobte der Slowake. Beide wollen beim 1. FC Köln erneut für Gefahr sorgen und den zweiten Saisonsieg der Geißböcke verhindern.

Tina Hofmann, dpa

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