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Von der Flut verschont

Von der Flut verschont

Denn beim letzten großen Hochwasser 2002 stand die Brühe im Keller unter den Sprungbrettern zwei Meter hoch, erinnert sich Frank Taubert, der zum Organisationsteam der gestern gestarteten deutschen Meisterschaften zählt.

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Wasserspringerin Julia Feist aus Leipzig erkämpft in Dresden vom Ein-Meter-Brett Bronze.

Quelle: Lutz Hentschel

"Damals war es nicht die Elbe, sondern die Weißeritz, die uns unter Wasser setzte. Danach wurde die Halle ein gutes halbes Jahr geschlossen und saniert", erklärt der Nachwuchs-Bundestrainer und fährt fort: "Man muss den Hochwasserschutz mal loben. Weil so viel getan wurde, sind wir diesmal glimpflich davongekommen." Auch Chefbundestrainer Lutz Buschkow atmete auf: "Man spürt zwar eine gedrückte Stimmung. Aber ich bin froh, dass die Meisterschaften stattfinden. So schnell hätten wir keinen Ersatzort gefunden - mit genügend Quartieren und allem drum und dran." Ein späterer Termin wäre nicht in Frage gekommen, denn in zwei Wochen wird in Rostock schon um EM-Edelmetall gesprungen.

Dem Ticket an die Küste ein großes Stück nähergekommen ist gestern die Leipzigerin Julia Feist. Hinter der überragenden Dresdnerin Tina Punzel war die 23-Jährige vom Ein-Meter-Brett die Stabilste im Vorkampf, Halbfinale und Finale, in dem es trotz Bestpunktzahl und erfüllter Universiade-Norm für Kasan "nur" zu Bronze reichte. Denn einen Punkt mehr holte ihre fünf Jahre jüngere Klubkollegin Jessica Roch, die das Finale ihres Lebens sprang und mit Silber belohnt wurde. Die Steigerung im Endkampf war laut Manfred Große "eine völlig neue Qualität". Der DHfK-Abteilungsleiter gönnte der 18-Jährigen die Silbermedaille sehr, "denn sie ist eine Sportlerin, die viel zweifelt und ein gehöriges Tal durchschritten hat."

Davon kann auch Julia Feist ein Lied singen. Denn seit in dieser Saison der Generationswechsel im Kunstspringen der Frauen eingeläutet wurde und die Chancen auf internationale Aufgaben so gut wie nie sind, ging bei der Sportstudentin im Wettkampf fast nichts. Die Wintermeisterschaften in Berlin waren für sie ein Reinfall, der Grand Prix in Kanada lief kaum besser. "Das hat mich schon beschäftigt. Dumm war auch, dass ich nach dem dritten Durchgang die Ansage gehört habe, dass ich nur Vierte bin. Das mag ich gar nicht, aber es war bei sechs Starterinnen keine Zeit, die Kopfhörer aufzusetzen und Musik zu hören", sagte der Schützling von Uwe Fischer. Letztlich verdrängte die gebürtige Dresdnerin Julia Feist die negativen Gedanken und baute sich damit auf, dass sie in gewohnter Umgebung sprang. "Ich mag die Halle und kenne sie bestens. Bis auf ein paar Eintauchphasen war ich heute sehr zufrieden."

Das konnte nach dem Finale auch Klubkamerad Stephan Feck von sich behaupten, der nachgemeldet hatte, ohne sich auf das Ein-Meter-Brett speziell vorbereitet zu haben. Dennoch holte er nach durchwachsenem Beginn Bronze - die sieben zu Gold fehlenden Punkte vermasselte er beim ersten Sprung, dem Rückwärtssalto. Der wichtigere Auftritt des 22-Jährigen folgt heute vom Dreier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2013

Frank Schober

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