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Vor dem Duell mit den Icefighters: "Die Leipziger Zuschauer waren überragend"

Vor dem Duell mit den Icefighters: "Die Leipziger Zuschauer waren überragend"

Auf die Icefighters Leipzig wartet am Wochenende der nächste schwere Gegner. Die Eishockey-Cracks empfangen am Freitag in der Verzahnungsrunde zum Aufstieg in die 2. Bundesliga den EHC Dortmund.

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Diskussion mit dem Schiedsrichter: Frank Gentges, damals noch Trainer der Blue Lions Leipzig.

Quelle: KlausDieter Gloger

Leipzig. Anpfiff ist um 20 Uhr. Am Sonntag treten die Messestädter dann zum Rückspiel bei den Elchen an. Für Dortmunds Trainer Frank Gentges ist die Partie auf der Alten Messe auch eine Rückkehr. Denn in der turbulenten Saison 2004/2005, die mit der Insolvenz endete, stand er hinter der Leipziger Bande.

Mit dem EHC Dortmund führen Sie nach dem ersten Wochenende die Tabelle der Oberliga-Endrunde an. Klappt es in diesem Jahr mit dem Aufstieg?

Frank Gentges: Sportlich ist das natürlich immer das Ziel. Dafür spielen wir Eishockey. Aber im Grunde haben wir kein Geld dafür. Bemessen an der Etatgröße stehen wir in der Oberliga-West vielleicht auf Platz sechs, bei den Zuschauerzahlen noch weiter unten. Das ist zu wenig für die Bundesliga. Trotzdem kann ich vor den Verantwortlichen hier immer nur den Hut ziehen. Sie haben immer alles bezahlt. Hier hatte nie jemand offene Forderungen. Das ist im Eishockey ja keine Selbstverständlichkeit. Sollten wir den Aufstieg schaffen, werden wir es mit dem Wenigen versuchen, klar.

In den vergangenen Wochen gab es beunruhigende Meldungen aus Dortmund. Der Präsident des EHC drohte mit Rücktritt, sollte die Stadt den Verein künftig nicht endlich stärker unterstützen. In der Folge kündigten auch Sie ihren Abgang an. Das generelle Aus des Clubs stand zur Debatte. Was ist da genau los?

In Dortmund dreht sich alles nur um Fußball. Wir sind Luft, obwohl wir uns in den vergangenen Jahren vom Zuschauerschnitt her von 230 auf 1200 hochgearbeitet haben. 60 Prozent unserer Sponsoreneinnahmen gehen als Hallenmiete an die Stadt. Trotzdem müssen wir für alle Reparaturen selbst aufkommen. Die Halle ist marode. Also hat unser Präsident Betrieb gemacht und inzwischen auch schon etwas erreicht.

Wie wirken sich diese Vorgänge auf die Mannschaft aus?

Das kann ich nicht so genau sagen. Es ist ja normal, dass die Jungs in so einem Fall ihre Agenten anrufen und sich umsehen. Ich für meinen Teil werde bis zum Ende der Saison bezahlt und konzentriere mich auch bis zum Ende der Saison auf meinen Club. Das ist mein Job. Ich bin Profi. Dieses Verhalten erwarte ich auch von meinen Spielern.

Es gibt also keinen Zusammenhang zwischen diesen Vorgängen und dem schlechteren Abschneiden ihrer Mannschaft in der Meisetrschaftsendrunde im Vergelich zur Hauptrunde?

Im Grunde waren wir da sogar besser, spielerisch und taktisch. Wir haben nur einen sehr kleinen Kader, insgesamt 14 Oberligaspieler. Mehrere der Jungs haben sich verletzt, teilweise schwer. Zwischenzeitlich sind wir mit nur fünf oder sechs Stürmern angetreten. Da mussten dann drei Verteidiger vorn mit ran. Wir sind nach wie vor nicht komplett. Ein anderer Aspekt: Im Grunde war diese zweite Runde sportlich wertlos. Das war auch den Spielern klar.

Sie haben in der Saison 2004/2005 die Blue Lions Leipzig trainiert. Am Ende dieser Saison musste die damalige Betreibergesellschaft Insolvenz anmelden. Mit welchen Gefühlen kehren sie am Freitag an Ihre alte Wirkungsstätte zurück?

Da es die Blue Lions nicht mehr gibt und die Leute von damals weg sind, warum sollte ich nicht mit positiven Gefühlen kommen? Das ist ja in jedem Fall ein Pluspunkt.Die, die die Insolvenz zu verantworten hatten, die muss ich allerdings nicht nochmal sehen. Denn ich bin noch nie so belogen worden, wie in dieser einen Saison. Was der Mannschaft und mir da für Geschichten aufgetischt worden sind, spottet jeder Beschreibung. Das möchte ich nie wieder erleben. Trotzdem, ich freue mich auf Freitag und komme gern nach Leipzig.

Mit welchen positiven Erinnerungen reisen Sie an?Die Leipziger Zuschauer waren überragend, und die Stadt ist einfach toll. Über die Halle gibt es wenig zu sagen. Das war ja eine Keksdose. Da musste man froh sein, wenn man heil wieder rauskam. Aber hier bei uns in Dortmund ist es ja diesbezüglich auch nicht besser. Sie selbst haben trotz noch bis 2013 laufenden Vertrages in Dortmund einen Wechsel ins Gespräch gebracht. Ist eine Rückkehr nach Leipzig für Sie denkbar?Natürlich. Leipzig ist immer eine Option für mich, solange ich meine Ruhe habe und mich auf den Sport konzentrieren kann. Fakt ist auch, ich habe noch einen Vertrag in Dortmund. Aber ich will höherklassig trainieren und ich weiß, wie schon gesagt, nicht, ob ich das in Dortmund kann. Bisher war ich immer ortsgebunden, weil ich in der Nähe meiner Tochter bleiben wollte. Nur für Leipzig habe ich damals eine Ausnahme gemacht. Nun ist meine Tochter erwachsen. Seit ich Wechselgedanken geäußert habe, trudeln jeden Tag Angebote ein. Ich stehe in Verhandlungen. Aber ich werde mich erst einmal nicht weiter dazu äußern.

Antje Henselin-Rudolph

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