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Wasserballer wollen den Nachwuchs stärken

Wasserballer wollen den Nachwuchs stärken

Die Situation der Wasserballer ist kritisch. Das Niveau des Zweitligisten HSG TH Leipzig wird von Spielern getragen, die älter als 30 Jahre sind. Der Umbruch steht bevor, einen Ablaufplan gibt es nicht - die Folgeerscheinung schleifender Nachwuchsarbeit und geringer öffentlicher Präsenz.

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Voller Einsatz: Der Leipziger Konrad Lenz (rechts) kämpft gegen Marc Kaiser aus Plauen um den Ball.

Quelle: Christian Nitsche

Doch das soll sich ändern.

Robin Seemann, Trainer des U13-Teams und Zweitligaakteur, steht viermal wöchentlich in der Schwimmhalle. Er dirigiert 16 Nachwuchsspieler, zehn bis zwölf Jahre jung, anschließend trainiert er selbst. Es ist die erste Altersklasse, die wieder "eine beachtliche" Truppe hervorbringt, zumindest in ihrer Größe. "Die älteren Jahrgänge sind auseinandergefallen", konstatiert Seemann. Damit meint er wenige Sportler und vor allem unprofessionelles und unregelmäßiges Training. Dies will Robin Seemann nun mit seinem Nachwuchsteam verbessern. Sein Anspruch: "Das Training soll leistungsorientiert sein. Wir machen hier keine Beschäftigungstherapie".

Durch das Anlocken junger Wasserballer in spe, durch Werbung für den Sport. In der langen Nacht des Sports zum Beispiel. "Das haben wir in den letzten Jahren vernachlässigt", so der 22-Jährige. "Wir möchten diesen Sommer auch ein Grundschulturnier ausrichten." Vor allem ginge es um die Sichtung kleiner Kinder. Wer erst mit 12 oder 13 Jahren einsteigt, habe es schwer, "die motorische und koordinative Entwicklung ist im Endstadium". Fachwart Roland Schröter bekräftigt: "Wir müssen ernsthaft Nachwuchs ausbilden", in der Vergangenheit hätten dies die Verantwortlichen, ihm eingeschlossen, versäumt. "Wir sind aber eine Randsportart", weiß er von der Schwere dieser Aufgabe. Mit dieser Einstufung sind die Wasserballer nicht allein.

Das Nachwuchsarbeit nicht über Nacht Erfolg hat, konnte Seemann bei den Sachsenmeisterschaften am vergangenen Wochenende beobachten. Ohne Sieg mussten sich die jungen Wasserballer mit Rang vier begnügen, sie unterlagen Plauen (7:19) und Zwickau (17:19). Schon in der Vorwoche erging es ihnen im Pokal ähnlich. Mit Rang sechs verpassten sie die Qualifikation für den bundesweiten Pokalwettbewerb. Zudem: Die besten Talente, zwei 13-Jährige beispielsweise im vergangenen Jahr, wandern nach Chemnitz ab, zum Sportgymnasium und Landesstützpunkt. "Das macht es schwer, langfristig ein gutes Team aufzubauen", erklärt der U13-Coach. Auch wenn er die Abgänge nachvollziehen kann, in Chemnitz "haben sie eine Perspektive".

Druck macht sich Robin Seemann deswegen nicht. Er kümmert sich zwar um einen konkurrenzfähigen Nachwuchs und möchte Wasserball in Leipzig fördern. Doch sollte den Talenten ein reibungsarmer Generationswechsel nicht glücken, dann "steigen die Männer ab. Davon geht die Welt aber nicht unter." So bestünde die Chance für einen Neuanfang. Und er befreit den Nachwuchs von dem Gefühl, sie seien zum Erfolg verdammt.

@www.hsg-th-leipzig.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2013

Konstantin Schönfelder

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