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Wasserspringen: Freude über Facebook-Glückwünsche

Wasserspringen: Freude über Facebook-Glückwünsche

Glückselig fiel die 17-Jährige ihrem Berliner Freund, der am Mittwoch Bronze vom Ein-Meter-Brett errungen hatte, um den Hals.

Für Tina Punzel war der Titel vom Drei-Meter-Brett die zweite Medaille bei ihrer Premieren-EM. Hatte am Dienstag noch ihr DSC-Klubkollege Sascha Klein bei der gemeinsamen Team-Silbermedaille den deutlichen Löwenanteil der Punkte eingefahren, erkämpfte sich die Sächsin ihr Sensations-Gold ganz allein.

Zwei Stunden vor dem erhofften sechsten Triumph in Folge für das überragende europäische Turm-Paar Patrick Hausding/Sascha Klein hatte niemand in der gut gefüllten Halle mit einem deutschen Einzel-Triumph bei den Frauen gerechnet. Schließlich hatten nach Olympia zwei Auswahlspringerinnen aufgehört, eine war nach Holland gewechselt, eine ist noch verletzt. Dass der Generationswechsel so schnell gelingen würde, überraschte sogar Bundestrainer Lutz Buschkow, der völlig aus dem Häuschen war.

Tina Punzel stand als Vorkampf-Siebte unter keinerlei Erwartungsdruck. "Aber die super Stimmung in der Halle hat mich total beflügelt. Ich fühlte mich sicher, es hat unheimlichen Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu springen", sagte die Sportschülerin, die mit ihrer konstanten Serie keine geringere als die elfmalige Europameisterin Tania Cagnotto unter Druck setzte und zu kleineren Fehlern zwang. "ich wäre ja auch über Silber super happy gewesen", sagte Tina Punzel: "Als Tania nach ihrem letzten Sprung auftauchte und hinter ihrem Namen die 2 aufleuchtete, konnte ich es überhaupt nicht fassen." Tina Punzel tritt die Nachfolge der Leipzigerin Brita Baldus an, die vor 20 Jahren in Sheffield als letzte Deutsche Gold in dieser Disziplin errungen hatte.

"Klasse Leistung! Europameisterin wird man nicht nebenbei", schrieb Brita Baldus auf Facebook - über diese Glückwünsche freute sich Tina Punzel ganz besonders. Trainer Boris Rozenberg war happy und meinte: "Endlich hat Tina mal gezeigt, was sie kann." Zugleich übertrumpfte sie ihren Vater Rainer, der Anfang der 90er Jahre EM- und WM-Teilnehmer war und am Samstag in Rostock seinen Augen nicht traute. Für die WM in vier Wochen sollten die Erwartungen an Tina Punzel aber nicht zu hochgeschraubt werden: In Barcelona muss schon im Vorkampf und Halbfinale fast alles klappen.

Mit zwei Titeln und insgesamt zehn Medaillen waren die Kunst- und Turmspringer des DSV mit der zum Teil live im ZDF übertragenen Heim-EM sehr zufrieden. Den silbernen Schlusspunkt setzte gestern Patrick Hausding vom Turm - es war die vierte Medaille des Berliners bei seinem vierten Auftritt in Rostock.

EM-Neuling Dominik Stein vom SC DHfK Leipzig überzeugte im Turm-Vorkampf voll und ganz mit Platz sieben - vier der sechs Sprünge zeigte er perfekt. Diese Leistung konnte der 18-Jährige am frühen Abend aber nicht wiederholen und landete auf Rang zwölf. Dennoch wird der Schützling von Margit Fischer nach der Junioren-EM in Posen als Ersatzmann mit zur WM nach Barcelona genommen. Die deutsche 3-m-Meisterin Friederike Freyer (DHfK) landete bei ihrer ersten EM auf den Plätzen 18 und 21. Sie kann sich nun ganz auf die Junioren-EM konzentrieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2013

Frank Schober

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