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Wasserspringen: Starke Nerven im richtigen Moment

Wasserspringen: Starke Nerven im richtigen Moment

Fränze Jahn, Friederike Freyer, Phillip Kirchhoff und Dominik Stein lösten ihr Ticket zur diesjährigen JEM, die Anfang Juli in Posen stattfindet. Das DHfK-Quartett will nicht nur in Polen glänzen, sondern sich perspektivisch für olympische Aufgaben 2016 und 2020 anbieten.

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Phillip Kirchhoff (r.) löst am letzten Tag der Jugend-DM mit seinem Berliner Synchronpartner Frithjof Seidel das Ticket für die Junioren-EM in Posen.

Quelle: Daniel Kaiser

Es war ein zähes Ringen um saubere Pflichtsprünge, Höchstschwierigkeiten in der Kür und das Erfüllen der harten Normpunktzahlen für internationale Startplätze. Bei solch einer nervenaufreibenden Qualifikation hätte jeder Wasserspringer gern den Heimvorteil auf seiner Seite. In diesem Jahr war der SC DHfK an der Reihe. Die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Manfred Große ernteten nicht nur Lob für die Organisation.

So eine fünftägige Quali läuft selten von A bis Z wie am Schnürchen. Auch die DHfK-Talente mussten einige Rückschläge verkraften, misslungene Sprünge aus ihren Köpfen bekommen. Jetlag hin oder her - Stützpunkttrainer Uwe Fischer war schon wenige Stunden nach seiner Rückkehr vom Grand Prix in Kanada voll gefordert. Seine älteren Schützlinge standen morgens um 6 Uhr zum Training auf der Matte, zweieinhalb Stunden später begann das Einspringen des Nachwuchses.

Vor allem Friederike Freyer und Phillip Kirchhoff mussten zwischendurch getröstet werden, weil sie ihre ersten Chancen vom Brett nicht genutzt hatten. Bei der 15-Jährigen kamen kurzzeitig ungute Erinnerungen an 2012 auf, als sie in allen drei Disziplinen hauchdünn ihr Ticket verpasst hatte. Sogar die krankgeschriebene Nachwuchstrainerin Margit Fischer schaltete sich per Telefon von zu Hause aus ein. "Als es drauf ankam, war Friederike im Endkampf vom Drei-Meter-Brett voll konzentriert und hat ihre Sache sehr gut gemacht", lobte Uwe Fischer die vielseitige Sportgymnasiastin, die in Posen auch vom Turm starten darf, wenn ihre Daumenverletzung bis dahin abgeklungen ist. Dem 18-jährigen Kirchhoff winken sogar drei Starts, weil er gestern Nervenstärke bewies. Im Einzel fehlten jeweils wenige Punkte, doch das Synchronspringen mit Frithjof Seidel aus Berlin klappte annähernd perfekt.

In der Jugend B hatte zuvor Fränze Jahn ihr Ticket erkämpft, weil sie die schwerste Serie der 14-Jährigen vom Turm auch am saubersten ins Wasser brachte. Die leichteste Aufgabe hatte diese Woche Dominik Stein. Der Turmspezialist war aufgrund seiner starken internationalen Auftritte vornominiert, durfte von der 10-m-Plattform pausieren. Doch auch an den beiden trainingsfreien Tagen Sonnabend und Sonntag war er zur Stelle, um seine Teamkollegen lautstark anzufeuern. Gemeinsam mit den Dresdner Springern stellt Sachsen zwei Drittel des JEM-Teams. Diese Übermacht soll sich möglichst auch in dem ein oder anderen Edelmetall widerspiegeln.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.05.2013

Frank Schober

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