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Weitere Finanzspritze für Landessportbund nicht lebensnotwendig

Weitere Finanzspritze für Landessportbund nicht lebensnotwendig

Der finanziell angeschlagene Landessportbund (LSB) könnte das Jahr 2010 auch ohne eine weitere Finanzspritze vom Land mit einem ausgeglichenen Wirtschaftsplan abschließen.

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Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn.

Quelle: dpa

Magdeburg. Das ergibt sich aus der Überprüfung der finanziellen Lage des LSB, über die am Dienstag Finanzminister Jens Bullerjahn und Sozialminister Norbert Bischoff (beide SPD) in Magdeburg berichteten. Beide sprachen sich dennoch dafür aus, dass der Landtag in dieser Woche weitere 150.000 Euro für den Sportbund freigibt. Es müsse darum gehen, die Liquidität des Verbandes zu verbessern, falls sich in Zukunft neue Engpässe ergeben würden. Die Insolvenz könne derzeit ausgeschlossen werden.

Den Sportbund drückt im 20. Jahr seines Bestehens ein Schuldenberg in Höhe von 5,4 Millionen Euro. Es bestehen erhebliche finanzielle Risiken, beispielsweise wegen einer Patronatserklärung des LSB gegenüber der Harzsparkasse. Allein dieses Risiko beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro.

Bullerjahn, Bischoff und LSB-Präsident Andreas Silbersack zeigten sich erleichtert, dass es nun Klarheit über die Lage des Verbandes gebe. „Ich glaube, dass wir auf dieser Grundlage weiterarbeiten können“, sagte Bullerjahn. Er erwarte, dass der Finanzausschuss des Landtags an diesem Donnerstag weitere 150.000 Euro freigibt. In diesem Fall würde der LSB für dieses Jahr ein Polster von 163.000 Euro haben.

Dieses vor Wochen noch unerwartete Ergebnis führte Bullerjahn unter anderem auf die Arbeit der Wirtschaftsprüfer zurück, die die finanzielle Lage genau unter die Lupe genommen hätten. Es hätten sich „Liquiditätsreserven und Einsparpotenziale“ ergeben. Auch seien dem LSB Steuern in Höhe von rund 82.000 Euro erstattet worden. Außerdem gebe es mehr Lotto-Gelder.

Der LSB hatte am Wochenende zur Verbesserung seiner Finanzlage höhere Mitgliedsbeiträge beschlossen. Dadurch werden im nächsten Jahr zusätzlich 250.000 Euro in die leere Kasse gespült. Der LSB hat sich auch verpflichtet, einen Geschäftsplan für die Landessportschule in Osterburg aufzustellen, für die sich allein in diesem Jahr eine Lücke von 316.000 Euro ergibt. „Die Anlage muss noch interessanter werden. Die Zahl der Übernachtungen bringt uns noch nicht den Effekt, den wir brauchen“, sagte Silbersack.

Der für Sport zuständige Sozialminister Bischoff signalisierte, dass es nach seiner Überzeugung keine weiteren Gelder für den LSB geben dürfe, sollte der Verband jetzt nicht alle Fakten zur finanziellen Situation auf den Tisch gelegt haben.

Der LSB vereint unter seinem Dach knapp 370.000 Sportler, die in 3228 Vereinen organisiert sind. Im März 2008 geriet der Verband ins Trudeln, nachdem der Landesrechnungshof dem Verband massive Misswirtschaft vorgeworfen hatte.

dpa

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