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Weltcup in Oberhof: Gössner verzichtet auf Olympia - Sachenbacher-Stehle erneut Siebte

Weltcup in Oberhof: Gössner verzichtet auf Olympia - Sachenbacher-Stehle erneut Siebte

Miriam Gössner weinte nach ihrem Olympia-Aus bittere Tränen, Evi Sachenbacher-Stehle nutzt in Oberhof weiter die Gunst der Stunde. Nach Platz sieben im Sprint war die frühere Langläuferin auch am Samstag in der Verfolgung beim Doppelsieg der Weißrussin Darja Domratschewa als Siebte erneut beste Deutsche.

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Miriam Gössner fährt nicht nach Sotschi.

Quelle: dpa

Oberhof. „In der Loipe lief es richtig gut. Aber mit dem Schießen bin ich nicht ganz zufrieden“, sagte die Bayerin. Trotz fünf Strafrunden behauptete sie mit der sechstbesten Laufleistung ihren Platz. Damit schaffte sie in Oberhof gleich zweimal die Olympia-Norm .

Die Norm wollte auch Miriam Gössner angreifen. Aber nach Platz 53 im Sprint traf sie über Nacht eine schwere Entscheidung. „Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht nach Sotschi fahren werde und erst mal versuche, wieder gesund zu werden“, sagte die 23-Jährige am Samstag auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz. Dann brach ihre Stimme und sie schlug die Hände vor dem Gesicht zusammen. Immer wieder brach sie in Tränen aus.

Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin wurde im letzten Winter noch als die große Medaillen-Hoffnung gehandelt. Doch dann kam im Mai ihr verhängnisvoller Fahrradsturz mit mehreren Wirbelbrüchen. Seitdem plagen sie permanent starke Rückenschmerzen, die sie nun zu der unfreiwilligen Pause zwingen. „Ich habe vor dem Fernseher mitgefiebert und mitgelitten. Es tut mir richtig leid“, sagte Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner: „Es ist natürlich eine schwierige und bittere Entscheidung gewesen. Aber ich denke, es war richtig von Miriam. Es bringt aus meiner Sicht nichts, wenn man nicht 100-prozentig fit ist.“

Angeschlagen war nach der Verfolgung auch Andrea Henkel. In einer Abfahrt stürzte die 36-Jährige und knallte direkt auf ihr Gesicht. Eine blutige Nase war die Folge. Doch das brachte sie nur kurz aus dem Tritt, mit nur zwei Fehlern verbesserte sie sich vom 37. Sprintrang noch auf Platz 16.

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Evi Sachenbacher-Stehle lief als beste Deutsche in Oberhof auf Platz sieben.

Quelle: dpa

Damit nimmt das Biathlon-Team für die Winterspiele in Sotschi Konturen an. Neben Evi Sachenbacher-Stehle haben nach die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Laura Dahlmeier die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geforderte Norm erfüllt. Bei den Männer sind Arnd Peiffer, Daniel Böhm, Christoph Stephan und Erik Lesser im Soll. Lediglich Florian Graf und Andreas Birnbacher haben bislang nur die halbe Norm.

Birnbacher macht sich derweil um das Ticket nach Sotschi noch keine Sorgen. „Wenn ich die Norm nicht schaffe, dann habe ich sowieso nichts bei Olympia verloren“, sagte der 32-Jährige. Während der Norweger Emil Hegle Svendsen wie schon im Sprint am Samstag auch im Verfolgungswettkampf vor seinem Landsmann Ole Einar Björndalen und dem Franzosen Martin Fourcade gewann, verpasste Birnbacher mit drei Fehlschüssen als 16. die Norm um 0,7 Sekunden. Dabei hatte er sich von Platz 20 zwischenzeitlich auf Rang sieben vorgekämpft.

Einmal ist Birnbacher bisher im Olympia-Winter auf Rang 15 gelaufen, für die Normerfüllung muss man einmal unter die besten acht oder zweimal unter die besten 15 laufen. Birnbacher war vor 24.000 Zuschauern in der Oberhofer Arena drittbester Deutscher hinter Lokalmatador Christoph Stephan auf Rang elf und Arnd Peiffer auf Platz zwölf. Im Massenstart am Sonntag (12.45 Uhr/ARD und Eurosport) hat Birnbacher erneut die Möglichkeit, das Olympia-Ticket zu lösen.

Im abschließenden Wettkampf über die 15 Kilometer ist Birnbacher genauso dabei wie Stephan, Peiffer, Simon Schempp, Daniel Böhm und Erik Lesser. Der angeschlagene Lesser hatte die ersten Rennen in Oberhof ausgelassen. Im Sprint und in der Verfolgung war auch Junioren-Weltmeisterin Laura Dahlmeier nicht dabei, die am Sonntag über die 12,5 Kilometer im Kampf Frau gegen Frau (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) angreifen will.

Volker Gundrum, dpa

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