Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Wie eine Dampfwalze

Wie eine Dampfwalze

"Das war ein schwarzer Tag, als Fußball-Trainer wäre ich heute wohl entlassen worden", sagte Gäste-Trainer Frank Pietzonka. Steffen Busse war dagegen hochzufrieden und überrascht, dass seine Mannschaft vor knapp 800 Zuschauern in der Brüderstraße den Kontrahenten im Schnelldurchgang (74 Minuten) abgefertigt hatte.

Voriger Artikel
Aufholjagd im letzten Drittel: Leipziger Icefighters besiegen FASS Berlin
Nächster Artikel
Staubiges, aber gutes Galopp-Finale vor 4500 Besuchern

Erik Wichert (links) greift überlegt aus dem Hinterfeld an und verwertet den Pass seines Zuspielers Ole Schwerin (Nr. 9 im Vordergrund).

Quelle: Alexander Bley

. "Aber die Jungs sind gut drauf, haben kaum Fehler gemacht und aus einer sicheren Annahme ihr Spiel aufgezogen."

Im Vorjahr hatten die Leipziger zweimal 3:2 gewonnen - in leidenschaftlichen, spannenden, elektrisierenden Partien. Diesmal kam kaum Derbystimmung auf, weil die L.E. Volleys den Gegner wie eine Dampfwalze überrollten. Der neue Zuspieler Ole Schwerin setzte variabel seine Kollegen ein, die zuverlässig punkteten: Erik Wichert auf der Diagonalen, Jannik Kühlborn, Eugen Bakumovski und nach seiner Einwechslung Sebastian Hähner auf Außen, Jan Günther und Christoph Rascher bei Schnellangriffen über die Mitte.

"Wir haben einen Lauf", befand Günther, während Kühlborn die Ursache für den Einbahnstraßen-Volleyball auch beim Gegner sah: "Die Delitzscher haben nichts von dem gezeigt, was sie sonst auszeichnet." Das empfand GSVE-Kapitän René Berlet genauso. "Leipzig war in allen Belangen überlegen, wir hatten riesige Probleme."

Möglicherweise auch deshalb, weil das Team im Umbruch steckt. Pietzonka setzt auf Verjüngung, wechselte viel und oft, ließ stets mindestens zwei seiner (früheren?) Leistungsträger auf der Bank. Und wenn diese dann aufs Parkett kamen, wirkten sie wie Schatten ihrer selbst (Sebastian Reichstein). "Dennoch darf man sich nicht so präsentieren, die Mannschaft stand total neben den Schuhen", giftete Pietzonka, der auch an sich zweifelte. "Vielleicht probiere ich zu viel, aber ich ziehe das jetzt durch. Thomas Ahne hat es mir immerhin gedankt, er wird künftig zum Kern der Truppe gehören."

Der 25-jährige Neuzugang war der einzige, der sich gegen die Niederlage stemmte, im Diagonalangriff mit Explosivität überzeugte. Und das, obwohl Ahne in der vergangenen Saison eine Auszeit vom Volleyball genommen hatte, als Fußball-Torwart (!) in der Kreisoberliga Merseburg spielte. "Jetzt habe ich wieder Bock, will meine Chance nutzen", meinte der Ex-Spergauer, der als Lokführer im Schichtbetrieb arbeitet. Delitzsch plant eine Übergangs-Saison, die Leipziger aber sind in dieser Verfassung Meisterschafts-Favorit.

L.E. Volleys: Günther, Schwerin, Wichert, Bakumovski, Kühlborn, Rascher, Glöckner; Hähner.

Delitzsch: Berlet, Ahne, Breinbauer, Andrä, Karl, Kynast, Geisler; Winkler, Reichstein, Metzger, Windmann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2013

Steffen Enigk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.