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"Wir sind seit Wochen ausgebucht" - Bemmann erwartet beim LVB-Triathlon einen Dreikampf

"Wir sind seit Wochen ausgebucht" - Bemmann erwartet beim LVB-Triathlon einen Dreikampf

Leipzig.  Am diesem Sonntag (Start 11 Uhr) ist der 27. LVB-Triathlon am Kulkwitzer See wieder Anziehungspunkt für 1200 Freizeitsportler, deren Fans, Familien und für zahlreiche Zuschauer.

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Am kommenden Sonntag (Start 11 Uhr) ist der 27. LVB-Triathlon am Kulkwitzer See wieder Anziehungspunkt für 1200 Freizeitsportler, deren Fans, Familien und für zahlreiche Zuschauer. Seit 2003 steht Sven Bemmann an der Spitze der Organisatoren.

Quelle: Norman Rembarz

Seit 2003 steht Sven Bemmann an der Spitze der Organisatoren des Leipziger Triathlon-Vereins.

Frage: Was zeichnet den traditionsreichen Triathlon heute aus?

Sven Bemmann: Wir konzentrieren uns nicht aufs Rahmenprogramm, sondern der Sport steht im Mittelpunkt. Es ist der Triathlon, der von Sportlern für Sportler gemacht wird. Die Faszination des Massenstarts ist uns wichtig - so wie in Hawaii. Manche machen den ganzen Tag Triathlon oder das ganze Wochenende. Bei uns starten 1200 Sportler in vier großen Wellen - das gibt es nirgends in der Region.

Wie wichtig ist Ihnen der Ruf als größter ostdeutscher Triathlon?

Nicht so wichtig. Wir möchten Klasse statt Masse machen. Wenn jemand mehr Teilnehmer verkraften kann, dann soll er es machen. Die Beschaffenheit am See und auf der Radstrecke bietet für 1200 Starter einen schönen Wettkampf. Mehr gibt die Strecke nicht her, mehr wollen wir auch nicht. Wir sind seit Wochen ausgebucht. Am Sonnabend sind im Meldebüro im Roten Haus noch einzelne Nachmeldungen möglich.

Was gibt es 2010 Neues?

Unsere Homepage ist jetzt absolute Oberklasse, wie wir es noch nie hatten. In diesem Jahr kann sich jeder Finisher die letzten zehn Sekunden seines Wettkampfes auf unserer Seite anschauen. Die Ergebnisse sind bei uns so schnell online zu finden wie kaum irgendwo. An der Strecke ändert sich nichts. Aber wir machen unsere Hausaufgaben und ziehen Schlussfolgerungen, wenn etwas nicht geklappt hat.

Erstmals wird parallel auch die Sachsenmeisterschaft ausgetragen. Wer sind die Favoriten?

Landesmeister kann nur werden, wer auch eine Lizenz beim Sächsischen Triathlon-Verband hat. Favoriten sind Ronny Dietz und Christian Otto. Für die Gesamtwertung des olympischen Triathlons kommt noch Per Bittner dazu, der keine sächsische Lizenz hat. Ich glaube, die Drei machen das unter sich aus. Die Siegerehrung machen wir wie immer kurz und knackig. Wir ehren nicht ewig die Ersten jeder Altersklasse, sondern die Top Ten des olympischen und des Fitness-Triathlons sowie die besten sechs Frauen. Das ist wie bei der Tour de France, da wird auch nicht aufs Gruppetto gewartet.

Welche Frau hat gute Chancen auf dem Podest zu landen?

Einen heißen Tipp habe ich nicht. Die Vorjahres-Besten Diana Riesler und Katja Konschak haben wegen ihrer Ironman-Pläne abgesagt. Die Favoritinnen starten mit den Nummern 20 und 30. Die Nummern 1 bis 19 tragen die besten Männer.

Die Rekord-Temperaturen lassen auf ein Neoprenverbot schließen. Das gab es in Leipzig noch nie. Wonach wird dies entschieden?

Bei 22,9°C und wärmer müssen wir ein Neo-Verbot aussprechen. Gemessen wird entlang der Schwimmstrecke in einem Meter Wassertiefe. Wenn es noch ein bisschen abfrischt und das Wasser sich durchmischt, stehen die Chancen aber gut, dass Neoprenanzüge erlaubt sind. Für uns ist das vor allem ein Sicherheitsaspekt. Aufgeregte Freizeitsportler schwimmen im Neo wesentlich entspannter. Wenn sie nicht mehr können, legen sie sich auf den Rücken - und wenn sie wieder fit sind, schwimmen sie weiter. Sicher kann ein Profisportler bei hohen Temperaturen im Neo überhitzen, wenn er mit hohem Puls schwimmt. Einem Familienvater, der zwischenzeitlich auch mal Brust schwimmt, wird das nicht passieren.

Wie ist die Verpflegung auf der Laufstrecke geregelt?

Wir haben alle ein bis zwei Kilometer eine Wasserstelle, außerdem gibt es ein Cola-Zelt, an dem die Teilnehmer des Fitness-Triathlons zweimal und die des olympischen viermal vorbeikommen. In Göhrenz haben sich die Anwohner bereit erklärt, die Athleten mit Wasserschläuchen und Duschen zu erfrischen.

Gibt es Probleme mit Baustellen?

Eine ist gleich bei der Anfahrt auf die Radstrecke am Gasthof Lausen. Die Baumaßnahme geht von März bis November. Insofern war es uns nicht möglich, den Triathlon außerhalb dieser Baumaßnahme zu legen. Die Stelle wird aber so präpariert, dass wir damit gut leben können. Kleinere Einschränkungen wird es zwar geben, aber dafür können wir uns im nächsten Jahr auf einen super Bodenbelag freuen.

Beteiligt sich der Triathlon e.V. an den Diskussionen zur Zukunft des Kulkwitzer Sees?

Wir beobachten dies genau, mischen uns auch ein. Leider sieht man, dass die Wasserqualität abgenommen hat. Der See ist aber immer noch der beste See der Umgebung. Wir wissen um die Problematik und machen gemeinsame Sache mit dem Naturschutzbund. Auch für die Infrastruktur haben wir schon etwas getan, so die Senke auf der Laufstrecke ausgebessert wie auch die Anbindung vom Lausener Weg nach Lützen. Außerdem haben wir Einspruch gegen eine Hotelbebauung auf unserer Wechselzone eingelegt. Das Bauvorhaben scheint aber nicht so richtig ernsthaft zu sein. Ich habe keine Angst, dass der Triathlon umziehen muss.

Welche Bindung haben Sie persönlich zu dem See?

Der Kulki ist Trainings- und Erholungsort. Erst diese Woche habe ich im Bungalow übernachtet, bin abends eine Runde geschwommen und früh morgens gepaddelt. Das ist herrlich.

Starten Sie selbst noch?

Ich unterstütze unsere Regionalliga-Mannschaft der Masters. Viele sind traurig, dass sie beim LVB-Triathlon zwar viel organisieren, dabei aber selbst nicht aktiv sein können. Auf unserem Niveau ist die Regionalliga deshalb ein super Ausgleich.

Bedeutet die Organisation eher Last oder Lust für Sie?

Ich mache das jetzt zum achten Mal. Es ist schon viel Arbeit und bedeutet sicher auch Verpflichtung. Wenn man dann aber das Ergebnis sieht, ist es schon schön. Außerdem ist die Last auf viele Schultern verteilt, die Zusammenarbeit läuft gut. Und ich habe auch genügend Rückhalt in der Familie.

Gibt es Unterstützung von der Stadt?

Die Stadt bezuschusst den Marathon, die Lipsiade und den Triathlon. Wir bekommen ein paar Tausend Euro und können uns über gute Zusammenarbeit freuen, auch mit dem Ordnungsamt und den LVB, die uns bei Absperrungen gut unterstützen.

Dann läuft also alles bestens?

In diesem Jahr haben wir ein Helferproblem. Freiwillige können sich im Laufe des Sonnabends melden und auch noch am Wettkampftag um 9 Uhr ins Helferzelt kommen. Als Aufwandsentschädigung gibt es T-Shirt, Verpflegungsbeutel und ein Taschengeld.

Interview: Frauke Sievers, Frank Schober

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