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"Wir wurden wie Vieh behandelt" - Dynamofan berichtet vom Auswärtsspiel bei Union

"Wir wurden wie Vieh behandelt" - Dynamofan berichtet vom Auswärtsspiel bei Union

Ulrich Preißler aus Freital hat Dynamo Dresden zum 60. Geburtstag des Vereins zum Spiel bei Union Berlin begleitet. Auch er selbst hatte am Freitag Geburtstag und ist nur ein Jahr jünger als die Schwarz-Gelben.

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Dynamo-Fans im Stadion von Union Berlin zum 60. Vereinsgeburtstag.

Quelle: dpa

Dresden. Seit 1975 ist der Weinhändler Anhänger der SGD. Was er allerdings in Berlin erlebte, regt ihn auch noch einen Tag später auf. Überforderten Ordnungskräften gibt er die Hauptschuld an der aufgeheizten Stimmung vor dem Spiel. Hier sein Erlebnisbericht den er für LVZ-Online schrieb:

"So verlief das Ganze aus Sicht eines normalen, schon etwas älterem Dynamo-Fan (Kein K-Block, kein ULTRA oder anderem Bösen): Leider unter skandalösen Umständen. Obwohl die Dresdner Fan-Betreuer aufgrund der zu erwartenden strengen Einlasskontrollen immer wieder darauf aufmerksam gemacht haben, dass wir zu spät im Stadion ankommen, wurde der Abmarsch am S-Bahnhof Spindlersfeld durch die Polizei immer wieder verzögert.

Nach einer Stunde Fußmarsch ohne einen einzigen Böller oder Bengalo waren wir endlich vor dem Stadion. Dort wurden wir massiv von der Polizei eingekesselt und mussten nochmal eine halbe Stunde warten.

Keine Möglichkeit zum Pullern etc. Direkt vor mir wollten zwei ganz normale, nette Jugendliche raus aus der Einkesselung pinkeln gehen und wurden sofort von der Polizei massiv mit Pfefferspray attackiert.

Dynamo holt einen Punkt zum 60. Geburtstag

Sowas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt  - wie der letzte Dreck, wie Vieh wurden wir dort behandelt. Und immer wieder geschubst und provoziert und die Polizei ließ die Säbel rasseln. Nur leider lies sich niemand provozieren, nichtmal die extremsten Ultras.

Als Dank blieben wir vor dem Stadion stehen, obwohl die Dynamo-Fanbetreuer nochmals auf den Zeitdruck aufmerksam machten. 17.45 Uhr war klar, dass die wenigsten den Anpfiff sehen werden. Mit der Hälfte der Fans war ich zum Anpfiff endlich drin. Die anderen standen aber immer noch draußen und begehrten völlig zu Recht Einlass. Ob diese dann intensiv Einlass begehrten, weiß ich nicht, verstehen könnte ich dies.

Ich habe das erste Mal live erlebt, wie es vor Auswärtsspielen der SGD zugeht, so kann man mit bis zum Anpfiff friedlichen Fans nicht umgehen. Von Randalen im Stadion selbst ist mir beim besten Willen nichts bekannt."

Polizei: 27 Festnahmen, 15 verletzte Beamten

Derweil berichtet die Polizei von schweren Zwischenfällen vor allem bei der Anreise der Dresdner Fans. 27 Personen wurden demnach festgenommen, 15 Polizeibeamte verletzt. Insgesamt wurden 36 Strafanzeigen gestellt, unter anderem  wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung.

Über die Anzahl verletzter Fußballfans machte die Polizei keine Angaben. Rund 900 Berliner Beamte und 300 Bundespolizisten waren rund um die Partie in der „Alten Försterei“ im Einsatz. Das Spiel endete vor über 21.000 Zuschauern 0:0.

Nach Informationen der Berliner Polizei sollen Dynamo-Anhänger Beamte mit Flaschen beworfen und geparkte Autos beschädigt haben. Vor dem Einlass ins Stadion sei ein Stück eines Holzzaunes von Dresdner Anhängern zerstört worden. Die Begegnung hatte unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen gestanden - Teile beider Fangruppen sind als aggressiv bekannt.

r./dpa

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