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Wird Joshua Kimmich am Freitag von Jogi Löw nominiert?

Ex-RB-Spieler Wird Joshua Kimmich am Freitag von Jogi Löw nominiert?

Als Pep Guardiola nach dem lockeren 5:0 der Bayern in der Champions League gegen Zagreb über Kimmich sprach, fiel immer wieder das Wort „Wahnsinn“. Die Eloge gipfelte in einer Empfehlung an den Bundestrainer. „Jogi Löw hat eine neue Option. Ich bin mir sicher: Er wird früher oder später Nationalspieler.“

Joshua Kimmich mit Freundin Lina Meyer am Mittwoch beim traditionellen Oktoberfest-Besuch des FC Bayern München.

Quelle: dpa

München/Leipzig. Er – das ist eben dieser Kimmich. 20 Jahre alt, U21-Nationalspieler, vor der Saison für stolze 8,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart über den Umweg RB Leipzig gekommen. Stichwort Leipzig. Beim Zweitligisten wähnte man sich im Januar in einer komfortablen Situation, wollte Kimmich aus seinem Kontrakt beim VfB kaufen. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick erfuhr dann von Kimmichs Berater Uli Ferber, dass ein bekannter Bundesliga-Verein mitbiete. Rangnick dachte an den BVB, Leverkusen oder Schalke: Ferber sagte: „Größer, Ralf, größer.“ Als klar war, dass es sich um die Größten handelt, sagte Rangnick: „Glückwunsch, Jo, ein märchenhafter Aufstieg.“

Joshua (gesprochen: Josua) Kimmich habe „absolut alles, was ein Fußballer braucht“, glaubt Guardiola. Als Stellvertreter von Welt- und Europameister Xabi Alonso hatte Kimmich bei seinem Startelf-Debüt in der Königsklasse einen souveränen Sechser vor der Abwehr gegeben. Er habe schlicht versucht, „bestmöglich zu spielen“, sagte er bescheiden. Und natürlich hofft Kimmich, dass es jetzt „so weitergeht“. Guardiola war da euphorischer. „Er hat Wahnsinn gespielt“, urteilte der Coach. Kimmich sei „sehr intelligent, sehr aggressiv gegen den Ball, gut im Umschalten, kopfballstark“. Außerdem habe er „gute Augen“ - für Nebenleute und den freien Raum. Kurz: „Er ist ein wahnsinniger Spieler und eine Wahnsinnsverpflichtung für die Zukunft von Bayern München.“

Und einer für Löw? Der Bundestrainer nominiert heute sein Aufgebot für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele am 8. Oktober in Dublin gegen Irland und am 11. Oktober in Leipzig gegen Georgien. Dass Kimmich berufen wird, ist wenig wahrscheinlich. Spätestens seit Dienstag dürfte Löw den Namen Kimmich in seinem Notizbuch aber fett unterstrichen haben.

An den nächsten Gegner Borussia Dortmund wollte Guardiola bei all der Lobhudelei gestern noch nicht denken. Nach dem Oktoberfest-Besuch, betonte er, „haben wir Zeit“. Beim Bundesliga-Gipfel am Sonntag wird Kimmich wohl seinen Platz räumen und an den geschonten Xabi Alonso abtreten müssen. Es sei denn, Guardiola findet einen Platz für den Jungstar neben Alonso.

Für RB-U21-Nationalspieler Lukas Klostermann, 19, ist Kimmichs Weg keine Überraschung: „Er ist ein super Spieler und bescheidener Typ.“

Von Guido Schäfer und Marco Mader

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