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Zdenek Travnicek Trainer der Icefighter - Spielersuche gestaltet sich schwierig

Zdenek Travnicek Trainer der Icefighter - Spielersuche gestaltet sich schwierig

Er bleibt eine der ganz wenigen Konstanten in der kommenden Eishockey-Saison. Zdenek Travnicek wird das Team, das sich nun Icefighter Leipzig nennt, als Trainer betreuen.

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Zdenek Travnicek bleibt der Mann hinter der Bande im Leipziger Eishockey.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Ich vertraue den neuen Leuten, dass sie es ehrlich meinen", antwortete der gebürtige Tscheche mit deutschem Pass am Dienstag gegenüber LVZ-Online auf die Frage, warum er sich für's Bleiben entschieden habe. „Ich habe immer gesagt, wenn ich in der dritten Liga arbeite, dann nur in Leipzig." Dafür nahm er eine deutliche Reduzierung seines Gehalts in Kauf. „Ich muss da natürlich fair sein. Wenn ich helfen will, muss ich den Neuen auch in diesem Punkt entgegenkommen."

Nun steht „Travo" vor der Aufgabe, ein komplett neues Team aus dem Boden zu stampfen. Die Zeit dafür ist knapp. Laut Spielplan starten die Icefighter am 1. Oktober in Jonsdorf in die Saison. Am 15. Oktober empfangen sie Erfurt zum ersten Heimspiel. Bisher steht laut Geschäftsführer André Krüll neben dem Coach allerdings nur eine Personalie fest. Jens Müller wird weiterhin die Schlittschuhe für die Leipziger schnüren. „Wir befinden uns auch mit den anderen in Leipzig ansässigen Ehemaligen in Gesprächen. Da sind aber seitens der Spieler noch keine Entscheidungen gefallen", gab Krüll am Dienstag zu.

Insgesamt plane man mit 17 Akteuren. Neben erfahrenen Spielern aus dem bisherigen Kader sollen drei bis vier aus dem Sachsenliga-Team aufrücken, „wenn sie das sportlich schaffen". Für den „Rest" suche man derzeit nach neuen jungen Spielern, und zwar auch per Inserat in Internetforen. Dort wird für ein Try-Out-Camp im September geworben. Das Anforderungsprofil: Regionalligaerfahrung, Spiele in der Juniorenbundesliga oder der Deutschen Nachwuchsliga (DNL). „Das haben auch andere Vereine schon gemacht", verteidigt der Geschäftsführer die Aktion. „Das ist keine Verzweiflungstat." Für junge Akteure sei ein Engagement in der dritten Liga doch auf Grund der Entwicklungsmöglichkeiten reizvoll, auch wenn der Club ein Leipziger sei.

Dass die Spielersuche kein einfaches Unterfangen ist, weiß Zdenek Travnicek. „Wir haben lange gewartet bis alles klar ist. Nun müssen wir das Beste aus der Situation machen, auch aus dem Geld, das uns zur Verfügung steht." Und das sei deutlich weniger als bisher, so André Krüll, der klarstellt: „Wir befinden uns nicht mehr im Profibereich. Wer zu uns wechselt, wird natürlich etwas zum Wohnen haben. Aber er bekommt nicht alles bezahlt." In Leipzig seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit der Jagd nach dem Puck zu finanzieren, das werde es in der kommenden Saison nicht mehr geben.

Dass das auch Auswirkungen auf das sportliche Niveau haben wird, scheint klar. Die siegverwöhnten Leipziger Fans werden ihre Ansprüche senken müssen. Laut Krüll rechne man mit etwa 700 zahlenden Gästen pro Spiel. „In diesem Jahr brauchen wir von Meisterschaft und Aufstieg nicht zu sprechen", weiß der alte und neue Trainer. „Wir werden um jeden Punkt kämpfen müssen."

Antje Henselin-Rudolph

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