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Zeitläufer unterstützen Leipziger Marathon

Zeitläufer unterstützen Leipziger Marathon

Sie gehören zu den stillen Helden eines Marathons, tauchen in keiner Siegerliste auf, aber leisten unschätzbare Dienste für jene, die ihre persönlichen Schallmauern unterbieten wollen.

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Lagebesprechung: Ronald Speer (l.) und Peter Schütze im Laufladen.

Quelle: RT

Leipzig. "Seit 2005 bieten wir beim Stadtwerke-Leipzig-Marathon einen Zeitläuferservice an. Aber im Gegensatz zu Wettkämpfen, bei denen es um Rekordjagd geht und das Tempo möglichst hoch sein muss, steht bei uns das Erreichen einer bestimmten Zielzeit im Vordergrund. Wenn also jemand den Marathon zum Beispiel unter vier Stunden laufen will, kann er sich an den für diese Zielzeit eingeteilten Tempomacher hängen", erzählt Peter Schütze, sportlicher Leiter der Veranstaltung.

Diesen Service für die Breitensportler bieten auch andere Marathonläufe an, aber kaum einer in dieser Fülle. Für ganze sieben Zielzeiten beim Marathon (unter 3 h bis unter 4:30 h) und drei beim Halbmarathon (unter 1:30 h bis unter 2 h) - und das im Viertelstundenabstand - werden am 21. April Zeitläufer aufgestellt. "Bisher konnten wir immer vermelden 'Mission erfüllt'. Gerade bei den schnellsten Zielzeiten, also unter drei Stunden oder unter 3:15 h kann es schon mal passieren, dass der Tempomacher einen schlechten Tag hat. Deswegen läuft hier noch ein zweiter Zeitläufer mit - quasi als Absicherung", so Schütze.

Geld kriegen die Läufer dafür nicht, werden aber vom neuen Ausrüster Mizuno ausgestattet. Aber um Geld geht es ihnen auch nicht. "Viele Vereine unterstützen den Marathon. Wir von der LG Exa leisten unseren Beitrag, indem wir mehrere Zeitläufer stellen", sagt Ronald Speer, Jahrgang 1967. Er wird jene Läufer ziehen, die unter der Marke von 3:15 h finishen wollen. Der Uni-Mitarbeiter hat aufgehört, seine absolvierten Marathons zu zählen und verfügt über das so wichtige Gefühl, das er für diese Aufgabe braucht. "Ich werde ein konstantes Tempo von etwa 4:37 Minute pro Kilometer laufen, sodass wir am Ende bei 3:14 Stunden landen. Die erste Hälfte wird wohl ein, zwei Sekunden pro Kilometer schneller, da die Kräfte der Mitläufer zum Ende hin immer etwas nachlassen", so Speer. Sein Zeitläufer-Kollege Frank Schaaf (50) bestätigt das: "Vor allem am Anfang muss man die Leute eher bremsen, denn die Motivation verleitet viele dazu, zu schnell anzugehen. Zug- und Bremsläufer - so kann man unsere Aufgabe wohl am besten beschreiben." Der Servicetechniker gibt mittlerweile zum fünften Mal das Tempo vor und wird seiner Gruppe zu einer Zeit von unter vier Stunden verhelfen.

Nicht alle, die sich diesen Zug- und Bremsläufern anschließen, erreichen mit ihnen das Ziel. Einige fühlen sich gut genug, schneller zu laufen, andere müssen abreißen lassen. Dafür stoßen im Verlauf des Rennens weitere Starter spontan dazu, denn die Tempomacher sind durch ihre blauen Shirts mit den aufgedruckten Zielzeiten gut zu identifizieren. Auf den ersten Kilometern haben sie zu besseren Erkennbarkeit sogar einen Luftballon angebracht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Stefan Friedrich

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