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Zittersieg bei Biegler-Premiere - EM-Qualifikation geschafft

Deutsche Handball-Frauen Zittersieg bei Biegler-Premiere - EM-Qualifikation geschafft

Mit fünf HCL-Spielerinnen im Team ist den deutschen Handballerinnen am Mittwoch gegen die Schweiz der entscheidende Schritt in Richtung EM geglückt. Nach der Heimniederlage der Isländerinnen gegen Frankreich war die Teilnahme für das Kontinentalturnier im Dezember in Schweden perfekt.

Luisa Schulze vom HC Leipzig trug sich gegen die Schweiz auch in die Torschützenliste der deutschen Nationalmannschaft ein. (Foto Archiv)

Quelle: dpa

Leipzig. Hauptsache gewonnen – so lautete das Motto bei der Premiere von Michael Biegler als neuem Bundestrainer der Handball-Frauen. Mit einem 25:23 (14:14)-Arbeitssieg in der EM-Qualifikation in der Schweiz machte die Auswahl des Deutschen Handballbundes am Mittwoch zwar den erwarteten großen Schritt in Richtung EM, überzeugen konnte die neuformierte Mannschaft aber nicht.

Das Hinspiel hatte die DHB-Auswahl unter Bieglers Vorgänger Jakob Vestergaard noch mit 29:18 gewonnen. Stunden nach dem glanzlosen Arbeitssiegsorgte die freudige Nachricht von der geschafften EM-Qualifikation der deutschen Handballerinnen für einen spontanen Jubelausbruch. Denn nach der 16:30-Heimniederlage der Isländerinnen gegen Frankreich am späten Mittwochabend war die Teilnahme für das Kontinentalturnier vom 4. bis 18. Dezember in Schweden perfekt.

Beste deutsche Werferin vor 1479 Zuschauern war Svenja Huber mit acht Treffern. „Auch wenn wir uns anfangs schwer getan haben, war es ein verdienter Sieg. Die Mannschaft hat sich belohnt. Aber wir können uns sicher noch steigern“, sagte Biegler, der schon kurz vor dem Abpfiff erleichtert seine Spielerinnen abklatschte.

Vor der Pause agierte die DHB-Auswahl zu nervös, vergab zu viele Chancen. In der Abwehr fehlte anfangs die Abstimmung. Kein Wunder, hatte Biegler die Mannschaft doch komplett umgekrempelt. Unter den sechs Änderungen im Vergleich zum letzten EM-Qualifikationsspiel im März waren allein drei Debütantinnen im Team. Maria Kiedrowski (Celle), Nina Schilk und Jenny Karolius (beide Leverkusen) absolvierten ihr erstes Länderspiel, dazu kamen Rückkehrerinnen wie Huber oder Kerstin Wohlbold (Thüringer HC).

Aber auch Hubers sechs Treffer vor dem Seitenwechsel sorgten nicht für mehr Stabilität, die wacker kämpfenden Schweizerinnen blieben dran. Obwohl sich Wohlbold steigerte, war auch nach der Pause vieles Stückwerk im deutschen Team. Beim 22:19 stand dennoch der erste Drei-Tore-Vorsprung auf der Anzeigentafel. Doch selbst nach dem 25:22 in der 58. Minute musste die DHB-Auswahl noch um den Sieg zittern.

LVZ

Tore für Deutschland: Svenja Huber (Thüringer HC/8), Kerstin Wohlbold (Thüringer HC/5), Anne Hubinger (HC Leipzig/4), Xenia Smits (Metz HB/2), Shenia Minevskaja (HC Leipzig/2), Jenny Karolius (Bayer Leverkusen/1), Maria Kiedrowski (SVG Celle/1), Kim Naidzinavicius (Bayer Leverkusen/1), Luisa Schulze (HC Leipzig/1)

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