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Zukunft des Kunze-Sportparks ungewiss – Stadt sucht Gespräch mit Leipziger Vereinen

Zukunft des Kunze-Sportparks ungewiss – Stadt sucht Gespräch mit Leipziger Vereinen

Leipzig. Wie geht es weiter mit dem Alfred-Kunze-Sportpark? Nach dem Aus für den FC Sachsen hat die Stadt Leipzig am Donnerstag angekündigt, das Gespräch mit anderen Vereinen zu suchen, um die traditionsreiche, aber marode Sportstätte in Leutzsch zu erhalten.

„Wir werden zunächst mit dem Insolvenzverwalter reden und müssen danach schauen, welche Interessensbekundungen es für das Stadion gibt“, sagte Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes gegenüber LVZ-Online. Voraussetzung sei allerdings, dass ein tragbares Nutzungskonzept vorliege und der neue Nutzer wirtschaftlich in der Lage sei, den Kunze-Sportpark zu betreiben.

Im Gespräch als Nachfolger ist vor allem die BSG Chemie, die sich 2008 vom FC Sachsen abgespalten hatte und nun nach einer Heimstätte für die Kreisklasse-Mannschaft sowie die insgesamt zehn Nachwuchs-Teams sucht. „Falls der FC Sachsen seine Insolvenz nicht überstehen sollte, sind wir verpflichtet, den AKS für alle Grün-Weißen zu erhalten“, hatte Remo Hoffmann, Vorstandssprecher der BSG, Anfang Mai erklärt. Kirmes wollte nicht ausschließen, dass auch ein unterklassiger Verein als neuer Nutzer des Stadions in Frage kommt, betonte jedoch: „Es ist dort kein einfaches Geschäft.“

Sportamt kritisiert fehlendes Stadionkonzept

Unter anderem die hohen Betriebskosten für den rund 70.000 Quadratmeter großen Sportpark, den der FC Sachsen von der Stadt gepachtet hat, trieben den Verein laut Insolvenzverwalter Kratz letztlich in den Ruin. Den Vorwurf von Klub-Vorstand Uwe Seemann, dass die Stadt den FC Sachsen bei der Erhaltung zu wenig unterstützt habe, wollte Kirmes jedoch nicht gelten lassen. So seien jährlich rund 54.000 Euro Betriebskostenzuschuss an den Club geflossen. Zudem habe die Stadt Investitionen seit 2002, beispielsweise für einen Kunstrasen-Trainingsplatz oder die Sanierung des Sozialtraktes, mit rund 110.000 Euro gefördert.

„Wir können aber kein Geld verschenken“, meinte Kirmes und verwies darauf, dass in den letzten Jahren vom Verein keine Förderanträge zu Sanierungsmaßnahmen mehr eingereicht wurden. „Auf dem Papier fällt auf, das bis zum Jahr 2007 versucht wurde, das Stadion zu erhalten und den Bauzustand zu verbessern. Danach war es aber nicht mehr konzentriert genug. Es gab kein klares Konzept.“ Die Folge: Das Stadion verfiel zusehends, dringend notwendige Modernisierungen blieben aufgrund der klammen Finanzlage des Vereins aus.

Auch ein Vor-Ort-Termin vor rund einem Jahr mit Insolvenzverwalter Heiko Kratz, FCS-Präsident Lars Ziegenhorn und Vorstand Matthias Weiß habe kein Ergebnis gebracht. „Es war schon damals klar, dass der Fuchsbau erhebliche Energiekosten verschlingt und dass dringend ein Masterplan her muss“, so die Sportamtsleiterin. Die Stadt habe dabei ihre finanzielle Unterstützung signalisiert – passiert sei jedoch nichts. „Danach ist der Faden zum Verein abgerissen.“

Robert Nößler

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